Bisher sind Pilze vor allem als ökologische Player in Feld, Wald und Wiese bekannt. Unterschätzt wurde bisher ihre Bedeutung als Kohlenstoffspeicher im Meeresboden, wie neue Forschungsergebnisse zeigen. Ein internationales Team um William Orsi von der LMU München hat dazu Proben aus arktischen Fjorden untersucht. „Unsere Studie zeigt, dass Pilze im arktischen Ozean durch ihren hocheffizienten Stoffwechsel erheblich zur Kohlenstoffspeicherung in Sedimenten beitragen können. Dies ist wichtig, weil es sich um einen bislang unbekannten Mechanismus der mikrobiellen Kohlenstoffspeicherung in Fjorden handelt“, sagt Orsi.Anzeige
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Fjorde gelten als besonders bedeutend für die marinen Kohlenstoffspeicherung. Sie beherbergen mehr als zehn Prozent des gesamten unter dem Meeresboden gespeicherten Kohlenstoffs. Und sie sind rasanten Änderungen ausgesetzt. Denn hoch im Norden schlägt der Klimawandel besonders stark zu. Die Arktis erwärmt sich etwa viermal schneller als der globale Durchschnitt. Bisher ist weitgehend unbekannt, wie sich die Ökosysteme dort gerade verändern und damit auch ihre Kapazität für Kohlenstoff.
Der neuen Studie zufolge können Pilze die in den Meeressedimenten gelösten, organischen Stoffe besonders effizient aufnehmen und zudem lange speichern. Organische Verbindungen enthalten viel Kohlenstoff. Der Großteil stammt aus Stoffwechsel- und Zersetzungsprozessen von Mikroorganismen. Pflanzen und Tiere sind weitere Quellen. Die Pilze nehmen den Kohlenstoff auf und bauen ihn in ihre Biomasse ein.Anzeige









