Es ist die Zeit, die Augen zu trocknen, die Zeit des Tränenpredigers. Packungen mit Taschentüchern werden durch die Sitzreihen gereicht im Mausoleum von Hassan Nasrallah, des 2024 von Israel getöteten Hisbollahführers. Vielleicht 3000 Männer und Frauen sind am Mittwochabend zur Grabstätte im Süden Beiruts gekommen. Um Nasrallah zu betrauern, aber vor allem Imam Hussein, der schon etwas länger verstorben ist, vor 1346 Jahren – dessen Tod aber immer noch so viel Schmerz verursacht, als sei er gestern passiert.