«Warum musste Bibi einen verdammten Angriff lancieren?» Die Eskalation zwischen Israel und Hizbullah gefährdet Trumps Rahmenabkommen mit IranDonald Trump hat die israelischen Angriffe auf Beirut scharf kritisiert. Dennoch bekräftigt er, die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Washington und Teheran stehe unmittelbar bevor.14.06.2026, 20.10 Uhr4 LeseminutenDie israelischen Angriffe auf Libanon haben Donald Trump verärgert. Rauchsäulen in der Nähe der Stadt Nabatieh (14. Juni 2026).ReutersNachdem die Kampfhandlungen zwischen Iran und den USA letzte Woche wieder aufgeflackert waren, verdichteten sich übers Wochenende die Hinweise auf einen bevorstehenden Durchbruch am Verhandlungstisch. Pakistan und Katar, die zwischen den verfeindeten Ländern vermitteln, meldeten, man habe sich auf ein Rahmenabkommen für eine Beendigung des Krieges und weitere Verhandlungen geeinigt. Dieses solle am Sonntag elektronisch unterzeichnet werden, worauf in den nächsten Tagen Gespräche auf technischer Ebene folgen könnten.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Doch je länger das Wochenende dauerte, desto mehr wurde die Erwartung einer möglichen Unterzeichnung zum Nervenkrieg.Spirale der GewaltZwar hatte auch der amerikanische Präsident Donald Trump die Unterzeichnung des Rahmenabkommens für Sonntag in Aussicht gestellt. Aus Teheran hatte es widersprüchlichere, aber ebenfalls positive Signale gegeben. Dann aber wurden die diplomatischen Bemühungen akut bedroht durch eine erneute Eskalation zwischen Israel und der libanesischen Hizbullah-Miliz, die von Iran unterstützt wird: Nach einem Drohnenangriff auf den Norden Israels reagierte die Regierung von Benjamin Netanyahu mit heftigen Luftangriffen auf Beirut.Dies wiederum löste in Teheran scharfe Reaktionen aus. Die iranischen Revolutionsführer drohten Israel sogar mit militärischen Gegenschlägen: «Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden», sagte ein Sprecher im iranischen Staatssender Irib.Auch das sich abzeichnende Rahmenabkommen mit den USA wurde prompt infrage gestellt. «Wenn ihr weder den Willen noch die Fähigkeit habt, euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen», schrieb der Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X an die USA gerichtet. Solange Washington israelischen Angriffen grünes Licht gebe, könne es von Iran keinerlei diplomatische Zugeständnisse erwirken.Das Nachrichtenportal Axios berichtete, das israelische Militär habe die USA kurz vor den Luftangriffen auf Beirut informiert. Doch machten die Äusserungen von Trump auf seiner Plattform Truth Social deutlich, dass Washington den Israeli kaum offiziell grünes Licht für die militärische Eskalation gegeben hat. Vielmehr kritisierte der amerikanische Präsident das israelische Vorgehen scharf.«Der Angriff auf Beirut von heute Morgen hätte nicht geschehen dürfen, vor allem an einem speziellen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit Iran so nah sind», schrieb Trump. Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung, räumte der Präsident ein. «Aber der Angriff, auf den es antwortete, war sehr klein und bedeutungslos, niemand kam zu Schaden, wurde verletzt oder getötet, weshalb er den wichtigen Prozess nicht stören sollte.»Weiter sprach sich Trump gegen jegliche weitere Angriffe Israels in Iran und gegen Kriegshandlungen aller anderen Parteien aus. «Das könnte der Anfang sein eines langen und schönen Friedens, lasst es uns nicht vermasseln!»Gegenüber einem Journalisten der Plattform Axios soll Trump Netanyahu noch weit schärfer kritisiert haben. Trump wird mit folgender Aussage zitiert: «Warum musste Bibi einen verdammten Angriff lancieren? Ich war so angepisst, das habe ich ihn wissen lassen. Er hat keine verdammte Urteilsfähigkeit, das habe ich ihn wissen lassen.»🚨President Trump told me: "Why did Bibi have to do a fucking attack? I was so pissee off. I let him know. He has no fucking judgement. I let him know that" https://t.co/qkMkbkNYxJ— Barak Ravid (@BarakRavid) June 14, 2026
Eskalation zwischen Israel und dem Hizbullah bedroht Iran-Deal mit den USA
Donald Trump hat die israelischen Angriffe auf Beirut scharf kritisiert. Dennoch bekräftigt er, die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Washington und Teheran stehe unmittelbar bevor.
Netanyahus Luftangriffe auf Beirut gefährden Trumps Iran-Abkommen kurz vor Unterzeichnung – Trump kritisierte die Aktion als unnötig. Iran fordert ein Ende aller Operationen als Bedingung. Scheitern hätte geopolitische und Supply-Chain-Folgen für Tech-Manager.













