PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Krieg„Der Feind greift mit ballistischen Raketen an“ – Mehrere Explosionen in KiewStand: 02:49 UhrLesedauer: 3 MinutenBeim G-7-Gipfel in Évian haben die Teilnehmer überraschend große Geschlossenheit gezeigt. Transatlantik-Experte Brandon Bohrn sieht vor allem die Ukraine als Gewinner des Treffens und bewertet die gemeinsame Linie der USA und Europas als positives Signal.In fast der ganzen Ukraine gibt es nach russischen Luftangriffen Luftalarm. In Kiew sind Explosionen zu hören. Präsident Selenskyj berichtet kurz zuvor von einem neuen Gespräch mit Trump und Macron.Nach der Unterstützungszusage des G-7-Gipfels an die Ukraine ist die Hauptstadt Kiew erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete am frühen Donnerstagmorgen zunächst von Alarmsirenen und dann von Raketengeräuschen sowie zwei Explosionen. Auch die Deutsche Presse-Agentur berichtete von mehreren Explosionen in der Innenstadt. Menschen liefen in Richtung von Schutzräumen. In fast der ganzen Ukraine herrscht Luftalarm.„Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an“, teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge flogen mindestens zwei Raketen in Richtung der Dreimillionenstadt, eine war auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa gerichtet.Wenige Stunden vor den Angriffen war der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine noch Thema der G-7-Staats- und Regierungschefs im französischen Evian. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj nahm als Gast an den Beratungen teil und führte bilaterale Gespräche, unter anderem mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Zum Abschluss sprach Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. „Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte“, Selenskyj auf Telegram mit. „Ich danke Präsident Trump für sein Interesse an der Ukraine und seine Bereitschaft, zur Herbeiführung des Friedens beizutragen“, sagte Selenskyj.Die G-7-Staaten USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan bekräftigten bei dem Gipfel ihre „unerschütterliche Unterstützung der Ukraine“ im Krieg gegen Russland. Sie sagten zu, die Lieferung von Luftabwehrkapazitäten, zusätzlichen Systemen und Abfangraketen sowie von Langstreckenkapazitäten auszuweiten. Gleichzeitig wollen sie „den Druck auf die russische Kriegswirtschaft“ durch weitere Sanktionen erhöhen.Selenskyj nimmt an EU-Gipfel teilSelenskyj traf am Abend in Brüssel ein, wo er an dem heute und Freitag angesetzten EU-Gipfel teilnimmt und noch am Abend auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) traf. Am wichtigsten seien die Stärkung der ukrainischen Verteidigung und die Überlassung von Lizenzen der USA zur Produktion von Flugabwehrsystemen, teilte er bei Telegram mit. Lesen Sie auchSelenskyj dankte Rutte zudem für die Einladung zum Nato-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli. Das Streben Kiews in die Nato nennt Russland als einen Hauptgrund für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der bereits seit mehr als vier Jahren andauert.„Wir arbeiten daran, die Ukraine, unsere Zusammenarbeit und unsere diplomatischen Perspektiven zu stärken“, teilte Selenskyj mit. „Frieden ist notwendig. Und wir tun alles, um den Frieden näherzubringen.“In Brüssel treffen sich heute auch die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten der Nato zur Vorbereitung auf den Gipfel. Für Deutschland nimmt Pistorius an den Beratungen teil. Er wird am Nachmittag zudem gemeinsam mit seinem britischen Kollegen ein Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe leiten. Bei diesem sollen weitere Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine koordiniert werden.dpa/AFP/rtr/luwi
Ukraine-Krieg: „Der Feind greift mit ballistischen Raketen an“ – Mehrere Explosionen in Kiew - WELT
In fast der ganzen Ukraine gibt es nach russischen Luftangriffen Luftalarm. In Kiew sind Explosionen zu hören. Präsident Selenskyj berichtet kurz zuvor von einem neuen Gespräch mit Trump und Macron.













