Trump: Russland sollte mit Ukraine „ein Abkommen schließen“Der amerikanische Präsident hat Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukrainekriegs aufgefordert. „Russland sollte ein Abkommen schließen“, sagte Donald Trump am Rande des G-7-Gipfels am Dienstag im französischen Évian. Er bestätigte, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits getroffen habe und ein weiteres Gespräch mit ihm geplant sei. Selenskyj bleibt bis zum Ende des G-7-Gipfels – Treffen mit TrumpDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt nach Angaben des französischen Gastgebers bis zum Ende des G-7-Gipfels in Évian. Nach Angaben des Élysée-Palasts ist zudem ein bilaterales Gespräch mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump geplant. Weitere Einzelheiten zu Zeitpunkt und Inhalten des Treffens wurden zunächst nicht genannt. Am Dienstag habe Selenskyj Trump bereits Fotos vom bombardierten Höhlenkloster in Kiew gezeigt, hieß es aus dem Élysée-Palast. Trump habe sich darüber schockiert gezeigt. Großbritannien verhängt neue Sanktionen gegen russische VersorgungsnetzwerkeDie britische Regierung hat 70 neue Sanktionsmaßnahmen gegen finanzielle Netzwerke und Unternehmen angekündigt, die nach ihren Angaben an der militärischen Versorgung Russlands beteiligt sind. Wie das Außenministerium in London mitteilte, richten sich die Maßnahmen unter anderem gegen die Firma Neptun, die vom russischen Militärgeheimdienst GRU gesteuert werde und mit dem verdeckten Ankauf westlicher Technologien befasst sei. Außerdem stehen mehrere Flüssiggastanker auf der Sanktionsliste, die Russland nach britischen Angaben erst vor Kurzem erworben habe, um Flüssiggas aus der Arktis zu exportieren. Die neuen Maßnahmen sind Teil der britischen Bemühungen, Russlands Kriegswirtschaft und Beschaffungswege weiter unter Druck zu setzen. Trump lässt Selenskyj wartenDer amerikanische Präsident Donald Trump übernachtet zwar im Hotel Royal in Évian, ist bei der morgendlichen Sitzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aber mit etwa einer Stunde Verspätung am Tagungsort erschienen. Der Amerikaner will mindestens bis Donnerstag in Frankreich bleiben. Am Mittwochabend wird er zu einem Bankett im Schloss von Versailles empfangen.Am Dienstag stehen beim G-7-Gipfel Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine im Fokus. Alles Wichtige dazu können Sie hier nachlesen: Schult China russische Truppen? Peking spricht von „haltlosen Behauptungen"Das chinesische Außenministerium hat am Dienstag ungehalten auf Äußerungen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas reagiert, der zufolge die Volksbefreiungsarmee russische Soldaten für den Krieg in der Ukraine ausbilde. Solche „Behauptungen sind haltlos und reine Verleumdung“, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking.Kallas hatte nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg am Montag gesagt: „Wir haben nun auch Berichte verifiziert, wonach das chinesische Militär russisches Militärpersonal für den Einsatz in der Ukraine ausgebildet hat." Von welchen Berichten sie sprach, ließ Kallas zunächst offen.Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Mai unter Berufung auf verschiedene westliche Geheimdienste berichtet, dass das chinesische Militär Ende 2025 verdeckt rund zweihundert russische Soldaten in der Volksrepublik ausgebildet habe und dass davon einige seither in der Ukraine kämpften. Dem Reuters-Bericht zufolge würden sich die geheimen Schulungen vor allem auf den Einsatz von Drohnen konzentrieren. Dazu gebe es den Geheimdiensten zufolge auch eine Vereinbarung, die ranghohe russische und chinesische Offiziere im Juli 2025 in Peking unterzeichnet hatten. Zudem sollen im Rahmen des Abkommens auch Hunderte chinesische Soldaten in Russland ausgebildet werden, so der Bericht.Bisher bekannt war, dass chinesische Unternehmen Russland mit Gütern von doppeltem Verwendungszweck beliefert haben. Darunter fällt auch die Lieferung von Drohnenkomponenten, wofür kleinere chinesische Firmen bereits von den USA und der EU sanktioniert worden sind. „Peking bleibt ein entscheidender Unterstützer des russischen Krieges gegen die Ukraine“, sagte Kallas am Montag.Wieder russische Angriffe auf die UkraineRussland hat ukrainischen Angaben zufolge am Dienstagmorgen mit einer Drohne ein Sammeltaxi im südukrainischen Gebiet Cherson angegriffen. Dabei wurde ein Mann getötet, drei weitere Personen wurden verletzt. Auch in anderen Teilen der Ukraine gab es wieder russische Angriffe, so etwa im Gebiet Sumy in Nordosten des Landes.Selenskyj in Évian eingetroffenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist im französischen Évian-les-Bains eingetroffen, um am G-7-Gipfel teilzunehmen und eine Reihe von Treffen mit Staats- und Regierungschefs abzuhalten. Dies bestätigte Selenskyjs Sprecher dem ukrainischen Medium Suspilne. Selenskyj wird in Kürze im Gipfelhotel erwartet. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird ihn dort empfangen. Beim G-7-Treffen soll es auch um eine mögliche Lösung für den Ukrainekrieg gehen. Russlands Herrscher Wladimir Putin hatte jedoch eine Einladung nach Évian abgelehnt. Selenskyj wird außerdem bilaterale Treffen mit den Premierministern von Kanada und Großbritannien, dem deutschen Bundeskanzler und dem geschäftsführenden Direktor des IWF abhalten. Moskau meldet DrohnenangriffeRusslands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr. Zuerst stellen die Flughäfen Domodedowo und Schukowski ihre Arbeit vorübergehend ein, später stoppten auch die Airports Scheremetjewo und Wnukowo Starts und Landungen. In der Ferienzeit erleben Russen inzwischen fast täglich zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Angaben zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium nicht.Die ukrainischen Drohnenangriffe zielten erneut auf die für Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ölindustrie. Im Süden Russlands in der Region Krasnodar sei ein Öllager der Siedlung Poltawskaja getroffen worden und in Brand geraten, teilten die Behörden mit. Im Zuge des Angriffs wurde demnach auch eine Kreisstraße gesperrt. In sozialen Netzwerken kursierten zunächst nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einer großen Rauchwolke.Vanessa AngermannGroßbritannien plant neue Sanktionen gegen russische SchattenflotteGroßbritannien kündigt neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G-7-Gipfel in Frankreich vor, teilt die Regierung in London mit. Die Maßnahmen richten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.Lena SpilgerSelenskyj schlägt persönliches Treffen mit Putin in den USA vor Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen, Kremlchef Wladimir Putin in den USA zu einem Gespräch treffen. „Gestern haben wir mit Präsident Trump besprochen, dass ein solches Treffen in den USA organisiert werden könnte“, sagte Selenskyj in einer am Montag im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft. Ein solches Treffen könnte nach Selenskyjs Worten „in einem Format“ erfolgen, „das es Putin deutlich schwerer machen würde abzulehnen“. „Wir werden sehen, was dabei herauskommt“, fügte der ukrainische Präsident hinzu. Selenskyj hatte bereits zuvor persönliche Treffen mit Putin vorgeschlagen, um über ein Ende des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Für den Kreml kommt ein solches Treffen nur in Moskau infrage, was der ukrainische Präsident ablehnt.Angriffe auf Starmer sollen von Russland gesteuert gewesen seinZwei Brandanschläge, die vor einem Jahr einem privaten Auto und dem vermieteten Privathaus des britischen Premierministers galten, sind nach Erkenntnissen des Senders BBC von Russland aus gesteuert worden. Zwei Brandstifter, ein Ukrainer und ein in der Ukraine geborener Rumäne, sind am Montag im Londoner Kriminalgericht Old Bailey wegen der Verabredung eines Angriffs auf Eigentum und ein Fahrzeug verurteilt worden; ihr Strafmaß wird noch festgesetzt.Die beiden sind bei ihren Taten im Mai vergangenen Jahres nach Erkenntnissen der BBC von einem Russen namens Evgeny Lyukshin gesteuert worden. Auf dem Handy eines der Täter fand sich unter dem Kontakt „EL Money“ der Eintrag, „Du hast gerade das Haus einer sehr hochrangigen Person in Großbritannien angegriffen. Ich schick Dir Geld, Du musst die Stadt verlassen“. Die BBC gibt an, der Hintermann habe in anderen Nachrichten die Vergabe der russischen Staatsbürgerschaft als Belohnung für weitere Attentats-Akte in Aussicht gestellt.Es handele sich bei Lyukshin um den Sohn eines ranghohen russischen Funktionärs. Nach Recherchen des Senders BBC sollten die Brandstifter den Eindruck erwecken, sie hätten im Namen einer rechtsextremistischen Gruppierung namens „Direct Action UK“ gehandelt. Diese Gruppe sei jedoch eine in Russland geschaffene erfundene Organisation gewesen. Sie habe auch für islamfeindliche Parolen gezahlt, die an Londoner Moscheen gesprüht wurden. Merz: Russland kann militärisch nicht gewinnenBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor dem Abflug nach Genf zum Treffen der G 7 in Évian diplomatische Bemühungen zwischen Russland und der Ukraine in Aussicht gestellt. „Die Situation hat sich zugunsten der Ukraine verändert“, sagte Merz. Das von Russland angegriffene Land habe, auch dank der Waffenlieferungen aus dem Westen, eine neue Position der Stärke. „Russland kann militärisch nicht gewinnen.“ Daher könne sich erstmals „langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen“, so der Kanzler. Die fünf Eckpunkte, die von der sogenannten „Koalition der Willigen“ Anfang Juni vorgestellt wurden, könnten erste Schritte eines neuen diplomatischen Anlaufs sein. Russland hatte den Vorstoß zurückgewiesen. Er umfasst unter anderem eine sofortige Waffenruhe und robuste Sicherheitsgarantieren für die Ukraine. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: G7 wollen Druck auf Russland erhöhen | FAZ
Von der Leyen: Blatt wendet sich für die Ukraine +++ Nach ukrainischen Drohnenangriffen Brand in Moskauer Raffinerie ausgebrochen +++ Merz: Russland kann militärisch nicht gewinnen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog








