Nach Unterstützungszusage der G7: Russland feuert mehrere ballistische Raketen auf KiewDas russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert. „Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an“, teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. In der Innenstadt waren mehrere Explosionen zu hören, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge flogen mindestens zwei Raketen in Richtung der Dreimillionenstadt, eine war auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa gerichtet.In der ⁠Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine ist örtlichen Behörden zufolge eine Person bei ​einem Drohnenangriff getötet worden.Uli PutzSelenskyj: Hatte wichtiges Gespräch mit Trump und MacronDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt auf Telegram mit, er ‌habe ‌zum Abschluss des G7-Gipfels in Evian mit US-Präsident Donald Trump und ​dem französischen Präsidenten ⁠Emmanuel Macron gesprochen. „Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das ​viel verändern könnte.“ In ⁠einem weiteren Beitrag ‌erklärt Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär ⁠Mark Rutte über ⁠die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. „Die ⁠Hauptsache ​ist, ⁠an der Stärkung unserer ​Verteidigung zu arbeiten und ‌US-Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen ​zu erhalten“, schreibt Selenskyj.Philipp von ReinersdorffTrump erwägt Sanktionen gegen Russland wieder einzuführenUS-Präsident Donald Trump schließt eine Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland nicht aus. Er habe sicherstellen wollen, dass der Ölpreis so niedrig ⁠wie möglich bleibe, sagt Trump. „Ich werde sie vielleicht wieder einführen“, erklärt er mit Blick auf die Strafmaßnahmen. Das US-Finanzministerium veröffentlichte keine Verlängerung für die Ausnahmegenehmigung von Sanktionen auf russisches Öl, das über den Seeweg transportiert wird. Die Regelung ist um Mitternacht (Ortszeit) abgelaufen.Philipp von ReinersdorffEU will Schutzstatus von Ukrainern verlängern – und gleichzeitig einschränkenDie Europäische Union plant nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine weitere Verlängerung des temporären Schutzes für Ukrainerinnen und Ukrainern – allerdings mit Ausnahmen. Die Kommission werde vorschlagen, „den Ukrainern so lange wie nötig Schutz zu gewähren“, erklärte von der Leyen am Mittwoch in einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsländer. Es müsse jedoch sichergestellt werden, dass „die legitime Fähigkeit der Ukraine zur Selbstverteidigung nicht untergraben wird.“Mit der Einschränkung nahm von der Leyen mutmaßlich Bezug darauf, ukrainische Männer im wehrfähigen Alter von 23 bis 60 Jahren von der Regelung auszunehmen. Ob die neue Regelung nur für Neuankömmlinge gelten soll, oder auch für Ukrainer, die bereits in der EU leben, war zunächst unklar.Die EU hatte den temporären Schutzstatus für Ukrainer zuletzt bis März 2027 verlängert. Dieser ermöglicht es den Betroffenen, sich legal in den 27 EU-Ländern aufzuhalten, zu arbeiten, zur Schule zu gehen und medizinische Versorgung und Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen – ohne ein ordentliches Asylverfahren zu durchlaufen. Mehr als 4,3 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben den EU-Schutzstatus in Anspruch genommen.Finnland will vollständiges Atomwaffenverbot aufhebenDas finnische Parlament hat für eine Aufhebung des vollständigen Verbots von Atomwaffen in dem nordischen Land gestimmt. 125 der 199 Abgeordneten votierten am Mittwoch für die Gesetzesänderung, die noch der Zustimmung des finnischen Präsidenten bedarf. Nach seinem Inkrafttreten sieht das Gesetz vor, dass Atomwaffen nach Finnland gebracht, dort transportiert und besessen werden dürfen, wenn dies für die militärische Verteidigung des Landes erforderlich ist.„Mit diesem Vorschlag stärken wir die Verteidigung Finnlands und ermöglichen den uneingeschränkten Einsatz der nuklearen Abschreckung der Nato zum Schutz Finnlands“, erklärte Verteidigungsminister Antti Hakkanen am Dienstag auf der Plattform X. Für den Kurswechsel Finnlands ist eine Änderung seines Atomgesetzes und seines Strafgesetzbuches nötig. Der Gesetzesvorschlag der rechtsgerichteten Regierungskoalition hatte in den vergangenen Monaten eine Debatte ausgelöst. Oppositionsparteien kritisierten die Abkehr Finnlands von seiner langjährigen Position zum vollständigen Verbot von Atomwaffen.Finnland hatte im April 2023 vor dem Hintergrund der Bedrohung durch Russland seine jahrzehntelange Neutralität aufgegeben und war der NATO beigetreten. Mit der Aufhebung der Einschränkungen für Atomwaffen käme das Land in Einklang mit der Abschreckungspolitik der NATO. Ukrainischer Minister kündigt Isolation der Krim anDer ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen angekündigt. „Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt“, sagte der Minister in einem Interview mit dem ukrainischen Youtube-Kanal „Pressing“ . Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein „Fenster der Möglichkeiten“, sagte Fedorow. „Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden“, fuhr der Minister fort. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine. Bulgarien lehnt Sanktionen gegen Kirill und Lukoil abBulgarien will einen Teil möglicher neuer EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Außenministerin Welislawa Petrowa sagte am Mittwoch im Parlament in Sofia zu Journalisten, ihre Regierung sei gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill und gegen Maßnahmen, die „direkt“ den Erdölriesen Lukoil und seine Tochterunternehmen treffen würden.„Die Position Bulgariens ist sehr klar“, sagte die Ministerin. „Wir unterstützen Sanktionen, die wirtschaftliche Auswirkungen haben, die die Mitgliedstaaten nicht mehr bestrafen als das Land, das den Krieg führt, und die nicht nur symbolischen Charakter haben.“ So wolle die bulgarische Regierung die „Energiesicherheit des Landes“ bewahren, sagte Petrowa. Diese Haltung werde von anderen EU-Staaten geteilt.Die Ministerin erklärte zudem, Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill würden Nährboden für „antieuropäische Propaganda“ bieten, weil der Eindruck entstehen würde, Europa mische sich in Kirchenangelegenheiten ein. Kirills Vermögen in bestimmten Banken einzufrieren würde die Aktivitäten des Patriarchen nicht einschränken, deswegen wäre ein solcher Schritt eher „symbolisch“, argumentierte Petrowa.Die EU hatte am Montag wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine 81 Menschen und Organisationen auf die Sanktionsliste gesetzt, darunter den von russischen Medien als „Putins Beichtvater“ bezeichneten russisch-orthodoxen Bischof Georgij Schewkunow. Der Vertraute von Staatschef Wladimir Putin gilt als möglicher Nachfolger von Patriarch Kirill. Außerdem laufen in der EU Verhandlungen für ein 21. Sanktionspaket gegen Russland. EU hat offenbar „kurze Kontakte“ nach Moskau aufgenommenNach übereinstimmenden Medienberichten hat das Büro von EU-Ratspräsident António Costa in den vergangenen Wochen direkten Kontakt zum Kreml aufgenommen. Es seien „kurze Kontakte“ auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um „Kommunikationskanäle zu öffnen“, teilte ein EU-Beamter am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit. Dabei sei aber nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.Die europäischen Verbündeten der Ukraine diskutieren seit Längerem darüber, Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Ukrainekriegs aufzunehmen. Bei einem Treffen in London sprachen sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien Anfang Juni für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau und Kiew aus. Die Europäer wollen dabei den bisher von den USA geleiteten Verhandlungsprozess „aufnehmen und weiterführen“, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius es formulierte. Das Thema soll beim EU-Gipfel am Donnerstag besprochen werden. Ein Diskussionspunkt ist in diesem Zusammenhang, wer bei einem solchen Prozess die Europäer vertreten sollte. Macron: „Ich habe Präsident Trump immer vertraut“ Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den G-7-Gipfel in Évian als einen großen Erfolg bezeichnet. Es sei ein „tiefgreifender Wendepunkt“ in der Art und Weise, wie die USA bereit sind, mit der EU zusammenzuarbeiten, um die Ukraine zu unterstützen. Alle teilnehmenden Staaten hätten „die territoriale Integrität der Ukraine“ anerkannt. Er sprach von einem „Évian-Moment“ und betonte das „gemeinsame Engagement“ der G 7, um der Ukraine zu helfen. Auf die Frage einer Journalistin, wie sich das Verhältnis Macrons zu Trump gewandelt habe, antwortete der französische Präsident: „Ich habe Präsident Trump immer vertraut.“ Ukraine: Haben Tanker der russischen Schattenflotte attackiert Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen ⁠Meer angegriffen. Bei dem Schiff handele es sich um den Tanker „FINA A“, teilt der ukrainische Generalstab auf dem Nachrichtendienst Telegram mit. Das Ziel sei erfolgreich getroffen worden, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Zudem seien zwei Straßenbrücken in von ‌Russland besetzten Gebieten attackiert worden. Dabei handele es sich um eine Straßenbrücke über den Nord-Krim-Kanal nahe der Siedlung Stawky sowie eine weitere Brücke nahe Wojinka im besetzten Teil der südlichen Region Cherson. Ausnahmeregelung zu amerikanischen Russlandsanktionen ausgelaufenDie Gültigkeit einer Ausnahmeregelung zu gelockerten amerikanischen Sanktionen gegen russisches Öl ist abgelaufen. In der Nacht zu Mittwoch endete die im entsprechenden Dokument des Finanzministeriums festgelegte Periode, innerhalb der Sanktionen auf Eis gelegt waren. Es blieb unklar, ob die USA eine weitere Verlängerung der Ausnahme planen. US-Präsident Donald Trump hatte auf dem G-7-Gipfel am Genfer See in Aussicht gestellt, dass die USA zu Ölsanktionen gegen Russland, die auf Eis gelegt worden waren, zurückkehren. Er begründete es damit, dass Öl wieder fließe. Er legte sich aber nicht auf einen möglichen Zeitpunkt fest. Vanessa AngermannRussische Luftangriffe auf Saporischschja setzen Wohnblock in FlammenBei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Behördenangaben mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben. Wegen russischer Drohnen im Luftraum galt am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen für die Bevölkerung, wie die Nachrichtenseite „The Kyiv Independent“ berichtete. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow sei vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Flammen aufgegangen.Nach Polizeiangaben sei ein Mann – das einzige Todesopfer – getötet worden, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe, hieß es in dem Bericht. Ziel der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein.Vanessa AngermannG7 wollen mit neuen Sanktionen Druck auf Russland erhöhenDie USA und die anderen G-7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukrainekrieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. „Alle G-7-Partner werden den Druck auf Moskau erhöhen, auch durch Sanktionen. Das setzt einen neuen Ton, auch in der ‌transatlantischen Einigkeit und Entschlossenheit“, sagte Merz am Mittwoch am Rande des Gipfels in Évian, den er als Erfolg bezeichnete. ‌Erstmals seit ‌dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump sei es gelungen, wieder eine gemeinsame Stellungnahme der wichtigsten westlichen Industriestaaten zu verabschieden. Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G 7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist.Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G-7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.Irem YildirimUkraine: Zwei Tote bei Absturz eines MilitärflugzeugsBeim Absturz eines ukrainischen Bombers im Westen der ​Ukraine kommen die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Flugzeug vom Typ Su-24M sei in der Region Chmelnyzkyj während eines Einsatzes abgestürzt, wie die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mitteilt. Am Boden gibt ⁠es demnach keine Verletzten. Rettungskräfte seien an der Absturzstelle im Einsatz, die Unfallursache werde untersucht. Mehr ladenTickarooLive Blog Software