Verletzte bei Raketenangriff auf KiewDie ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens drei Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt. Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.Irem YildirimUS-Senator fordert von China Druck auf Russland für FriedensgesprächeDer einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham sieht China in einer entscheidenden Rolle, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Der Weg zum Frieden führe mehr durch Peking als durch Washington, Kiew oder Moskau, sagte Graham am Freitag vor Reportern in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. China habe einen übergroßen Einfluss und solle diesen zum Wohle der Welt nutzen. Zuvor hatte sich Graham mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, um unter anderem über den dringenden Bedarf an Luftverteidigung zu sprechen. Irem YildirimVerschärfte Russland-Sanktionen: US-Senatoren einigen sich mit Trump-Regierung In den USA zeichnen sich verschärfte Russland-Sanktionen ab: Vier Senatoren einigten sich darauf mit der Regierung von Präsident Donald Trump, wie sie am Freitag in Washington mitteilten. Die Gesetzgebung solle bald umgesetzt werden, erklärten die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Roger Wicker und ihre Kollegen von der Demokratischen Partei, Richard Blumenthal und Jeanne Shaheen.Es gehe um „Instrumente, die einen hohen Preis von denjenigen verlangen, die russisches Öl und Gas kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben“, erklärten die vier Kongressmitglieder. Details der Einigung nannten sie nicht. Irem YildirimSelenskyj kündigt nach Skandal Reform der Sturmtruppen an Nach einem Skandal um Todesfälle in einer Militäreinheit hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. „Es gibt viele Fragen, Probleme, die gelöst werden müssen. Vor allem im Umgang mit den Leuten“, sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Es werde neben strafrechtlichen Ermittlungen auch Wechsel an der Spitze der Sturmtruppen geben. Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nachdem beim Sturmregiment „Skelja“ innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten in ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben kamen. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Derartige Praktiken sind Berichten zufolge auch in anderen Einheiten vor allem in Bezug auf Zwangsrekrutierte verbreitet. Kiew meldet neue Drohnenangriffe auf russische „Schattenflotte“Die Ukraine hat in den vergangenen Tagen verstärkt Schiffe der sogenannten Schattenflotte Moskaus attackiert. Schon am Mittwoch sprach der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte von 19 Tankern, welche die Ukraine innerhalb von 72 Stunden getroffen habe. Am Freitagnachmittag teilte Robert Browdy dann mit, die ukrainische Armee habe in den vergangenen 24 Stunden 18 weitere russische Schiffe im Asowschen Meer angegriffen. Darunter seien 13 Tanker der „Schattenflotte“ gewesen. Damit seien insgesamt in dieser Woche fast 50 Tanker in der Region beschädigt worden. Schätzungen zufolge besteht Russlands „Schattenflotte“ aus rund 1400 Schiffen, mit denen Moskau Sanktionen umgeht. Die meist maroden Tanker liefern weiterhin russisches Öl an Abnehmer. Europäische Staaten ließen sie lange gewähren, bringen in letzter Zeit aber häufiger Schiffe auf, die sie der Schattenflotte zurechnen. Sieben Bomben, vier ToteBei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Frontstadt Kramatorsk sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Jugendlicher, teilte der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Mindestens neun weitere Menschen seien verletzt worden. Die russischen Streitkräfte hätten sieben Bomben auf die Stadt abgeworfen. Filaschkin warf Russland vor, Zivilisten ins Visier zu nehmen. Bei dem Angriff wurden demnach ein Wohnblock, ein Geschäft und mehrere Privathäuser beschädigt. Der Gouverneur veröffentlichte Fotos von brennenden Wohnungen. Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie und Öldepots in RusslandDie Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Raffinerie und mehrere Öldepots im Süden Russlands angegriffen und beschädigt. Ein weiteres Mal gab es einen Brand in der Raffinerie von Ilski südwestlich von Krasnodar, wie der Krisenstab der Region mitteilte. Menschen seien bei dem Angriff nicht zu Schaden gekommen, heißt es in der Mitteilung. Die Raffinerie ist eine der am häufigsten attackierten Ölanlagen in Russland. Ukrainische Drohnen haben sie bereits mehr als ein Dutzend Mal angegriffen.Auch in der Region Rostow gibt es abermals Schäden an Ölanlagen. In der Stadt Asow seien zwei Objekte zur Lagerung von Öl und ein Verwaltungsgebäude in Brand geraten, teilte der Rostower Gouverneur Jurij Sljussar bei Telegram mit. In der Großstadt Taganrog geriet der Hafen unter Beschuss. Die Löscharbeiten liefen, schrieb Sljussar. Auch in diesem Fall gab es keine Opfer. Das russische Militär meldete den Abschuss von insgesamt mehr als 370 Drohnen in der Nacht. Russland könnte Türkei Weiterverkauf von Flugabwehrsystem erlauben Die russische Führung erwägt nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow, der Türkei den Weiterverkauf von russischen S-400-Luftabwehrsystemen an einen Drittstaat zu erlauben. „Wir pflegen diesbezüglich Kontakte zur türkischen Seite und werden die Kontakte in dieser Angelegenheit fortsetzen“, sagte Peskow bei einer Pressekonferenz am Freitag. „Dies ist eine höchst sensible Angelegenheit“, fügte er hinzu.Beim NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara in dieser Woche hatte der amerikanische Präsident Donald Trump dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan die Lieferung von F-35-Kampfflugzeugen aus amerikanischer Produktion in Aussicht gestellt. „Wir haben jetzt ein besseres Verhältnis zur Türkei, und die Türkei hat sich in vielerlei Hinsicht als weitaus loyaler erwiesen als andere Länder“, sagte Trump in Ankara. Die Türkei hatte das russische System 2017 trotz deutlicher Warnungen aus Washington erworben und wurde deshalb 2019 aus dem F-35-Programm ausgeschlossen. Außerdem verhängte der amerikanische Kongress seinerzeit Sanktionen gegen die Türkei. Die Türkei benötigt für einen S-400-Weiterverkauf die Zustimmung Russlands. Russland: Hunderte ukrainische Drohnen abgefangenDie russischen Streitkräfte haben nach Angaben aus Moskau in der Nacht zum Freitag 376 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen. Die Drohnen hätten unter anderem die Region der Hauptstadt Moskau zum Ziel gehabt, teilte Russlands Verteidigungsministerium im staatlichen Onlinedienst Max mit. Nach Angaben örtlicher Behörden lösten ukrainische Drohnenangriffe außerdem Feuer an mehreren Ölanlagen im Süden Russlands aus.Trümmerteile einer Drohne verursachten in einer Ölraffinerie in der Region Krasnodar einen Brand, wie die örtlichen Behörden mitteilten. In zwei Treibstofflagern im Bezirk Asow brachen demnach ebenfalls Feuer aus. Im Bezirk Sewerskaja, wo sich eine Ölraffinerie befindet, gingen ebenfalls Trümmerteile einer Drohne nieder, darunter im Hof eines Wohnhauses, wie das regionale Einsatzkommando im Onlinedienst Telegram mitteilte. Die Behörden meldeten zunächst keine Opfer.Die Ukraine nimmt mit ihren Angriffen vor allem die Energie-Infrastruktur ins Visier, um Russlands Einnahmequellen zur Finanzierung der Armee zu treffen. Die Verhandlungen über eine Waffenruhe unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sind ins Stocken geraten. Russland: Werden uns in Mosambik engagierenRussland will nach eigenen Angaben Mosambik im Kampf gegen islamistische Aufständische unterstützen. Man sei bereit, einer entsprechenden Bitte nachzukommen, um die terroristische Bedrohung im Norden des Landes zu beseitigen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Die Regierung in Maputo kämpft dort seit Längerem gegen die Milizen. Russland hat seine Sicherheitspräsenz in Afrika durch das sogenannte Afrika-Korps ausgebaut, die Nachfolgeorganisation der Söldnergruppe Wagner.Das russische Angebot erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Interesses auch der Ukraine an dem Land im südlichen Afrika. Die Regierung in Kiew strebt den Import von Flüssigerdgas (LNG) aus Mosambik an, da Russland die ukrainische Energieinfrastruktur seit Jahren angreift. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte seinerseits angeboten, Mosambik bei der Bewältigung seiner Sicherheitsprobleme zu unterstützen. Mosambik ist ein bedeutender Erdgasproduzent in Afrika und will ein milliardenschweres LNG-Projekt wieder aufnehmen, das wegen des Aufstands gestoppt worden war. Bericht: Russische Raffinerie stellt Betreib einDie russische Ölraffinerie Saratow stellt einem Bericht zufolge zufolge nach Schäden durch einen Drohnenangriff die Verarbeitung ein. Die Drohnen hätten die einzige Rohöldestillationsanlage des Werks, die CDU-6, getroffen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das ukrainische Militär erklärte, es habe die Raffinerie angegriffen. Eine Stellungnahme des Eigentümers Rosneft liegt zunächst nicht vor. Das Werk machte im Jahr 2024 mit 5,8 Millionen Tonnen verarbeitetem Öl 2,2 Prozent der gesamten russischen Verarbeitungsmenge aus. Dabei produzierte es 1,2 Millionen Tonnen Benzin, 1,9 Millionen Tonnen Diesel und eine Million Tonnen Heizöl. Warum selbst Raffinerien in Sibirien nicht mehr vor ukrainischen Drohnen sicher sind, lesen sie hier:Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft: Keine Hinweise auf Kiewer Verantwortung für Nord-Stream-AnschlägeIm Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew deutsche Mutmaßungen über eine Beteiligung staatlicher Stellen in der Ukraine zurückgewiesen. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Ukraine, ihre Behörden oder einzelne Amtsträger an den Explosionen in der Ostsee im September 2022 beteiligt gewesen seien oder entsprechende Anweisungen erteilt hätten, erklärte die Behörde am Donnerstag. Für weitere Untersuchungen schlug sie die Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Deutschland vor. Die Bundesanwaltschaft in Deutschland vermutet staatliche ukrainische Stellen hinter den Anschlägen. Sie hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen den ehemaligen ukrainischen Offizier Serhij K. unter anderem wegen Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag nicht näher genannter ukrainischer Staatsorgane gehandelt zu haben. Der Verdächtige Serhij K. war im August in Italien festgenommen und im November nach Deutschland überstellt worden. Er bestreitet die Vorwürfe. Den deutschen Ermittlern zufolge soll Serhij K., der 2022 aktiver Offizier der ukrainischen Armee war, gemeinsam mit anderen Militärangehörigen die Anschläge geplant und ausgeführt haben. Ziel sei es gewesen, die Gaslieferungen dauerhaft zu unterbinden und so die Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu schwächen.Kiew: Zwölf Tanker der russischen Schattenflotte angegriffenDie ukrainischen Drohnenstreitkräfte geben in sozialen Medien bekannt, in der Nacht weitere 12 zur russischen Schattenflotte gehörenden Tankschiffe im Asowschen Meer angegriffen zu haben. Dazugehörige Videos sollen die Angriffe zeigen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew | FAZ
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