PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegMehrere Angriffswellen – Kiew erneut mit ballistischen Raketen beschossenVeröffentlicht am 11.07.2026Lesedauer: 2 MinutenEine ukrainische Rakete fängt eine russische ballistische Rakete ab (Archivbild)Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpaWieder einmal nimmt Russland die ukrainische Hauptstadt ins Visier. In mehreren Kiewer Bezirken brechen nach den Angriffen Feuer aus. Schon am Freitag wurden in der Ostukraine durch Gleitbomben mindestens vier Menschen getötet.Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens sechs Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt.Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.Am Freitag waren durch russische Gleitbomben in der Ostukraine mindestens vier Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Das russische Militär habe sieben Bomben auf die Stadt Kramatorsk und die nahe Siedlung Bilenke abgeworfen. Dabei seien ein Hochhaus und ein Geschäft getroffen worden. Kramatorsk ist nur gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.Auch die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurde Behördenangaben nach schwer bombardiert. Mindestens ein Zivilist sei getötet und 29 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf seinem Telegramkanal mit. Die Attacke zielte den Angaben nach auf das Zentrum der Industriestadt ab. Mehr als ein Dutzend Häuser seien dabei zerstört worden. Russische Truppen haben sich der Stadt bis auf etwas mehr als 20 Kilometer genähert. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe Dutzende Kilometer entfernt abgeworfen und gleiten mit Flügelkonstruktionen ausgestattet ins Zielgebiet. Zusätzlich ist die südukrainische Hafenstadt Odessa nach Auskunft der Behörden mit Marschflugkörpern angegriffen worden. „Leider kam ein Mensch ums Leben“, schrieb der Chef der Odessaer Gebietsverwaltung, Oleh Kiper, bei Telegram. Der Angriff galt demnach der Hafeninfrastruktur. Entstandene Brände seien unter Kontrolle gebracht worden.Lesen Sie auchDie Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.dpa/luwi