Was ist das für ein Land, in dem sich nur wenige darüber freuen können, wenn die Waffen zumindest vorübergehend ruhen, dass keine Raketen mehr auf Tel Aviv fliegen und niemand mehr in die Schutzbunker muss? Dass vielleicht keiner der eigenen Soldaten mehr in Libanon in einen Hinterhalt gerät? Nein, in Israel freut sich nur noch eine Minderheit über die Absichtserklärung zum Frieden zwischen Iran und den USA. Eher das Gegenteil ist der Fall, es herrscht vielfach Entsetzen, dass man nicht weiter Krieg führen kann, nicht gegen Iran und vielleicht auch nicht in Libanon. In den Talkshows wird US-Vizepräsident J. D. Vance von manchen als „Abschaum“ bezeichnet und die beiden Verhandler Jared Kushner und Steve Witkoff als „zwei Juden, die von Katar gekauft wurden“. Die meisten sich im Wahlkampf befindenden Parteien übertreffen sich mit Vorschlägen, wie man das Abkommen sabotieren kann. Einen Abzug aus Südlibanon lehnt Israel ab.