PfadnavigationHomeSportFußballWMSzene mit SeltenheitswertNach dem Sieg betet Nmecha mit den Gegnern Arm in Arm im MittelkreisStand: 18:09 UhrLesedauer: 3 MinutenErstes WM-Spiel, erstes Tor. Nach dem Kantersieg gegen Curaçao ist Felix Nmecha überzeugt von der Leistung der DFB-Elf. „Wenn wir so weitermachen, können wir, glaube ich, viel erreichen“, sagt Nmecha.Die deutsche Mannschaft feiert eine Torgala gegen Curacao, Mittelfeldspieler Felix Nmecha aber zelebriert den Sieg auf seine Art. Er ist zu sehen, wie er sich im Mittelkreis mit Spielern des Kontrahenten vereint. Danach liefert er die Erklärung.Nach seinem besonderen WM-Debüt inklusive Tor beim 7:1 gegen Curacao nahm sich Felix Nmecha Zeit für seinen Glauben. Arm in Arm mit Nationalteamkollege Jonathan Tah und mehreren Gegnern bildete der 25-Jährige auf dem Spielfeld einen Kreis. Die Truppe legte die Arme umeinander und senkte die Köpfe. Ein Bild mit Seltenheitswert. „Wir sind im Spiel Gegner gegeneinander, und dann nach dem Spiel sind wir alle Christen und wir sind Brüder“, sagte er in der ARD. „Da haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir immer noch sehr dankbar sind.“ Nmecha, der am Sonntagabend das erste deutsche Tor erzielt hatte, erklärte: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“ ARD-Experte und Weltmeister Bastian Schweinsteiger kommentierte die Nmecha-Erklärung anschließend mit einem „Amen“.Bei Instagram schrieb Nmecha nach dem Auftaktsieg zu Bildern vom Spiel: „Thank you Jesus!“ Nmecha spricht öffentlich oft über seinen Glauben und persönliche Ansichten. Nmecha – ein Profi, der auch Kontroversen auslöstEine besondere Szene gab es bereits vor dem Anpfiff, als Nmecha mit einer Bibel in den Händen aus dem Mannschaftsbus stieg. Nmecha ist gläubiger Christ und bekennt sich auch öffentlich regelmäßig zu seiner Religion. Er sorgte mit kritisch bewerteten Posts in der Vergangenheit aber auch für Kontroversen. Lesen Sie auchEinige BVB-Anhänger hatten sich 2023 gegen eine Verpflichtung Nmechas ausgesprochen, weil er in den sozialen Medien Inhalte geteilt hatte, die als homophob und queerfeindlich ausgelegt worden waren. Nmecha hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt und betont, dass er weder homophob noch transphob sei.Schon vor Jahren hatte der Dortmund-Star mit nigerianischem Vater und deutscher Mutter erklärt: „Ich bin ein sehr gläubiger Christ. Alles, was ich tue, ist nicht für mich. Ich möchte anderen Leuten Freude mit den Fähigkeiten bereiten, die mir Gott gegeben hat.“Letzteres ist ihm gegen Curacao unbestritten gelungen. Nmecha avancierte mit seinem Führungstreffer und einer starken Leistung zu einem der Matchwinner. Auch nach dem Tor pries er kniend mit Gesten Jesus und Gott. Unter anderem legte er symbolisch eine Krone ab.Vor allem zeigte er jedoch, dass er im deutschen Spiel auch in Zukunft den Unterschied ausmachen kann. Nmecha: „Ich freue mich enorm. Ich realisiere gerade erst, was passiert ist. Das ist schon ein sehr besonderer Moment für mich und meine Familie, auch für uns als Mannschaft.“Bundestrainer Julian Nagelsmann lässt ihn in der Mittelfeld-Zentrale selbst Entscheidungen treffen. „Er gibt mir diese Freiheit, selber das Gefühl zu haben, ob ich nach vorn gehe oder tiefer gehe, um mir den Ball zu holen“, sagte Nmecha nach dem WM-Auftakt.Auch von außen gibt es immer mehr Lob. Etwa von Mitspieler Kai Havertz: „Er hat alles. So ein gutes Gesamtpaket: offensiv, intensiv, am Ball überragend, groß, körperlich stark“, sagte der Arsenal-Stürmer. Auch „Bild“-Experte Lothar Matthäus war in der Sendung „Lothar legt los“ voll des Lobes. „Ich glaube, dass Nmecha für mich ein Spieler ist, der bei dieser WM durch die Decke schießen kann“, sagte der 65 Jahre alte Rekordnationalspieler. Fakt ist: Nmecha sorgt für Aufsehen – in jeglicher Hinsicht.pk