Der DFB-Sportdirektor Rudi Völler gab vor der WM in Mexiko, Kanada und den USA die Devise aus: „Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen.“ Das ist grundsätzlich kein ganz falscher Ansatz für eine Fußballmannschaft. Als die Deutschen letztmals versuchten, auf amerikanischem Boden Weltmeister zu werden, spielten sie neben dem Teamhotel in Chicago so viel Golf, dass sie oft schon ausgelaugt waren, wenn das Fußballtraining begann. Sicher, dass dies eine Mannschaft voller Ich-AGs war, die den Bundestrainer Berti Vogts eher belächelten als respektierten, dürfte auch seinen Teil zum Viertelfinal-Aus gegen Bulgarien beigetragen haben. Das war 1994, Völler wird sich erinnern, er war damals als Spieler dabei.
Fußball-WM: Sollten deutsche Spieler auch Vorbilder sein?
Geste des Protests, moralische Ignoranz – deutsche WM-Teams haben mit beidem Erfahrung. Wie wird die jetzige Elf mit Trump umgehen? Die US-Boys haben sich bereits was getraut.
















