Iran schließt Unterzeichnung von Abkommen am Sonntag ausDie iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Unterzeichnung eines möglichen Friedensabkommens mit den USA an diesem Wochenende ausgeschlossen. „Wir müssen abwarten, bis das genaue Datum der Unterzeichnung feststeht“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das werde „nicht morgen, am Sonntag“, sondern eher „in den kommenden Tagen“ der Fall sein.Zuvor hatte der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif, dessen Regierung zwischen Teheran und Washington vermittelt, auf X erklärt, eine Einigung werde „voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden erwartet“. Pakistan bereite sich „auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens direkt danach vor“, schrieb Sharif weiter. Danach sollten „technische Gespräche auf Fachebene in der kommenden Woche“ folgen.Pakistan: Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden Im Krieg zwischen den USA und Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. „Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor. „Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor“, erklärte Sharif. „Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.“ Tanker vor Omans Küste von Geschoss getroffen Vor der Küste Omans ist ein Tanker am Backbordbug von einem Geschoss unbekannter Herkunft getroffen worden. Der Vorfall habe sich sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) östlich des Landes ereignet, teilt die britische Seefahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei unversehrt geblieben. Der Tanker setze seine Fahrt zum Hafen fort. Iran plant Beisetzung von Chamenei am 9. Juli Die Trauerfeierlichkeiten für das getötete religiöse und politische Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei, sollen staatlichen Medien zufolge am 4. Juli in Teheran beginnen. Sie enden demnach am 9. Juli mit seiner Beisetzung in Maschhad, dem Heimatort Chameneis. Er war im Februar bei den ersten Angriffen der USA und Israels auf Iran getötet worden. Er stand mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze der Islamischen Republik. Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten in Südlibanon an Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern in Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Armee mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hizbullah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hizbullah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Sabrina FrangosInsider: VAE haben bereits Milliarden für Iran freigegebenDie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge bereits Gelder in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar für Iran freigegeben. Insgesamt hätten die VAE Zahlungen über zehn bis 20 Milliarden Dollar zugesagt, sagen vier mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle die Islamische Republik ihre Angriffe auf den Golfstaat einstellen. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Washington und Teheran über ein Ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran verhandeln. Irem YildirimIran: Ende der Libanon-Angriffe Teil der Vereinbarung mit den USA Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagt im staatlichen Fernsehen, die Absichtserklärung mit den USA sei noch nicht unterzeichnet und es könne noch Änderungen geben. Geplant sei ein Ende des Krieges an allen Fronten inklusive Libanons. Teil der Vereinbarung sei auch ein Ende der US-Blockade gegen Iran und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Fragen des iranischen Atomprogramms würden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Iran sei der Gewinner des Krieges mit den USA, fügt Araghtschi hinzu. Das Land gehe aus dem Krieg gestärkt hervor. Pakistan verkündet Übereinkunft der USA mit IranDer pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hat bestätigt, dass die Vereinigten Staaten und Iran sich auf einen Text für ein Rahmenabkommen für ein „Friedensabkommen“ geeinigt hätten. Es gelte aber noch, die nächsten Schritte festzulegen, teilte Sharif am Freitagabend auf der Plattform X mit. Bei dem Text dürfte es sich um ein Rahmenabkommen handeln, das die Modalitäten für weitere Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm festlegt. Es soll auch die freie Schifffahrt in der Straße von Hormuz sicherstellen. „Frieden war noch nie so nah wie jetzt“, erklärte Sharif weiter. Er sprach zudem von einer „unablässigen Desinformationskampagne, die von jenen geführt wird, die das Friedensabkommen sabotieren wollen“. Pakistan nimmt zwischen den Kriegsparteien USA und Iran eine Vermittlerrolle ein.Irans Außenminister: Rahmenabkommen zum Greifen nahNach Trumps Posts hat der iranische Außenminister Abbas Araghchi verkündet, er sehe ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. „Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss“, schrieb Araghchi auf X. „Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten“, fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.Araghchi bezog sich auf die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Anfang April. Damals hatte eine Delegation aus Washington, angeführt von Vizepräsident J.D. Vance, mit dem iranischen Außenminister und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf über ein Kriegsende gesprochen. Das zweitägige Treffen endete unter pakistanischer Vermittlung jedoch ohne Durchbruch. Trump empört sich über iranische VerlautbarungenDer amerikanische Präsident Donald Trump bezichtigt iranische Agenturen, einen falschen Stand über eine angebliche Vereinbarung mit Teheran zu verbreiten. „Die Bedingungen, die der Iran an die Fake-News-Medien durchgesickert hat, haben nichts mit den Bedingungen zu tun, die schriftlich vereinbart wurden“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Iranische Nachrichtenagenturen dementierten am Donnerstag die Aussage Trumps, dass die USA mit Iran schon eine Vereinbarung getroffen haben. Hinweise auf baldige Rahmenvereinbarung verdichten sichEs verdichten sich Hinweise, dass die USA und Iran bald eine Rahmenvereinbarung unterzeichnen könnten. Die französische Regierung rechnet nach Informationen der F.A.Z. damit, dass eine entsprechende Zeremonie in Genf parallel zum Auftakt des G-7-Gipfels in Evian am Montag stattfinden könnte. Andere westliche Quellen erwarten, dass US-Vizepräsident J. D. Vance und Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf sich bereits am Sonntag treffen könnten. Die Vereinbarung sieht unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vor.Auch Pakistan spricht von Fortschritten in VerhandlungenNach ersten Signalen über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat am Freitag ihre Hoffnung auf eine „anhaltenden Verständigung und friedliche Lösung“ zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf der Plattform X schrieb. Dialog und Diplomatie sei der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen. Am Donnerstag hatte der amerikanische Präsident Donald Trump angekündigte Angriffe auf den Iran abgesagt und von einem nahenden Abkommen gesprochen. Der Iran äußerte sich noch verhalten, sprach jedoch davon, dass ein Verhandlungstext überwiegend finalisiert sei.Vanessa AngermannIrans Außenministerium: Noch keine Entscheidung über Abkommen mit den USAIran hat nach eigenen Angaben noch keine endgültige Entscheidung über ein Abkommen mit den USA getroffen. „Bislang ist Iran zu keiner abschließenden Entscheidung über das Abkommen gelangt“, sagte am Freitagmorgen der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei, gegenüber iranischen Medien. Er widersprach damit Angaben von US-Präsident Donald Trump. Philipp von ReinersdorffIsrael: Trump hat Berücksichtigung von Israels Sicherheitsinteressen zugesagtAngesichts einer möglichen Einigung der USA mit Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des von Iran angereicherten Urans sowie den Abbau iranischer Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.Trump habe Netanjahu auch zugesichert, dass eine Vereinbarung auch Irans Herstellung von Raketen einschränken sowie Teherans Unterstützung seiner Stellvertreter in der Region beenden werde. Gemeint sind damit unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die libanesische Hizbullah-Miliz.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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Teheran erwartet Friedensabkommen eher „in den kommenden Tagen“ +++ US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen +++ Insider: VAE haben bereits Milliarden für Iran freigegeben +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Pakistan bestätigt Friedensabkommen USA-Iran kurz vor Unterzeichnung; VAE zahlen 3+ Mrd., Blockade-Ende und Hormus-Passage gesichert. IT-Manager profitieren von gesunkener geopolitischer Volatilität und stabilen Supply Chains; neue B2B-Chancen in MENA für europäische Tech-Firmen.













