Selten wird Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus den eigenen Reihen öffentlich formuliert. Umso deutlicher fällt nun die Reaktion des NDR-Redakteurs Sebastian Eberle auf einen Beitrag des ZDF aus. In der Sendung „zdf-heute“ seien die Hintergründe schwerer Ausschreitungen im nordirischen Belfast irreführend dargestellt worden, kritisierte der Journalist auf der Plattform X.
„So können und so dürfen wir nicht arbeiten. Das ist völlig inakzeptabel“, schrieb Eberle. Auslöser ist ein Beitrag über schwere Ausschreitungen in der nordirischen Hauptstadt Belfast.
ÖRR-Journalist: „Das geht so nicht“
In der Sendung hatte Moderatorin Christiane von Ungern-Sternberg den Hintergrund der Ereignisse mit den Worten zusammengefasst: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt. Das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“
Eberle reagierte auf X mit deutlichen Worten. „Liebe Kolleginnen und Kollegen in Mainz, bei allem Respekt. Das geht so nicht“. Hintergrund der Kritik ist insbesondere die Behauptung, zu den Ausschreitungen sei von Elon Musk aufgerufen worden. Tatsächlich hatte sich der Unternehmer auf seiner Plattform X zu den Protesten geäußert und eine Liste möglicher Demonstrationsorte geteilt. Dabei schrieb er: „Nur durch wiederholte und laute Proteste wird sich etwas ändern.“










