PfadnavigationHomePanoramaAusschreitungen in Belfast„So dürfen wir nicht arbeiten“ – NDR-Mitarbeiter kritisiert ZDF für Berichterstattung über MuskStand: 08:31 UhrLesedauer: 2 MinutenTech-Milliardär Elon MuskQuelle: Manuel Orbegozo/REUTERSEine Formulierung in einer ZDF-Sendung zu den Ausschreitungen in Belfast sorgt für Kritik – auch aus den Reihen des ÖRR. Auslöser ist der Vorwurf, Elon Musk habe zu der Gewalt aufgerufen.Nach einem Beitrag in der ZDF-Nachrichtensendung „ZDFheute live“ am Freitag ist Kritik an der Darstellung der Ausschreitungen in Belfast laut geworden. In der Sendung hatte Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg den Hintergrund der Gewalt mit den Worten zusammengefasst: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt, das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“Der NDR-Redakteur Sebastian Eberle widersprach dieser Darstellung öffentlich. Auf der Plattform X schrieb er an das ZDF: „Liebe Kolleginnen und Kollegen in Mainz, bei allem Respekt. Das geht so nicht. So können und so dürfen wir nicht arbeiten. Das ist völlig inakzeptabel.“ Eberle reagierte damit auf einen Beitrag von WELT-Chefreporterin Anna Schneider, die die ZDF-Sendung in einem Kommentar kritisierte. Zur „Jagd auf Migranten“ aufgerufen hatte Musk nie. Tatsächlich äußerte er sich auf X zu den Protesten und teilte eine Liste möglicher Demonstrationsorte. Dazu schrieb er: „Nur durch wiederholte und laute Proteste wird sich etwas ändern.“In der Nähe von Belfast war es seit Montag an mehreren Abenden zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Protesten gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen Steine werfende Demonstranten ein. Fahrzeuge und Häuser wurden in Brand gesetzt. Zu den Demonstrationen hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen. Lesen Sie auchAuch der „Zeit“-London-Korrespondent Jochen Bittner kritisierte die Formulierung des ZDF. Auf X schrieb er: „Was das ZDFheute sich da geleistet hat, ist eine klare Falschbehauptung, die auch meiner Ansicht nach justiziabel ist.“ Lesen Sie auchZugleich betonte Bittner, dass Musk und der britische Rechtsextremist Tommy Robinson sehr wohl als Stimmungsmacher wirkten. Weder Musk noch Robinson seien „so dumm, unmittelbar zu Gewalt aufzurufen“, schrieb Bittner. Sie lieferten aber eine „Widerstandserzählung“, mit der Extremisten Gewalt für sich legitimieren könnten.Inzwischen steht in der Beschreibung der ZDF-Sendung: „Zu Beginn der Moderation dieses Videos heißt es, nach dem brutalen Mordversuch habe ein rassistischer Mob Jagd auf Migranten gemacht. Dazu aufgerufen hätten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk. Die Formulierung ist unpräzise und deshalb missverständlich. Tommy Robinson hat nach dem Messerangriff in Belfast zu Protesten aufgerufen. Der Post wurde von Elon Musk geteilt.“ll
Elon Musk und Belfast: „So dürfen wir nicht arbeiten“ – NDR-Mitarbeiter kritisiert ZDF - WELT
Eine Formulierung in einer ZDF-Sendung zu den Ausschreitungen in Belfast sorgt für Kritik – auch aus den Reihen des ÖRR. Auslöser ist der Vorwurf, Elon Musk habe zu der Gewalt aufgerufen.











