PfadnavigationHomeSportFußballWMSportminister irritiert„Oder wir gehen sogar hoch auf 228 WM-Teams“ – Infantino verspottet ItalienStand: 11:44 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Fußball-WM in den USA wird für Fans wohl zur teuersten aller Zeiten: Die Preise für Verpflegung in den Stadien sind so hoch wie nie zuvor.Das kommt in Italien nicht gut an: Fifa-Boss Infantino hat über die Misere des viermaligen Fußball-Weltmeisters gespottet. Sportminister Abodi fordert nun ein direktes Gespräch.Fifa-Präsident Gianni Infantino hat mit einer scherzhaft gemeinten Bemerkung über Italiens große WM-Misere Kritik im Land des viermaligen Fußball-Weltmeisters ausgelöst.Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich Infantino über das erneute Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung der WM auf 64 Teams grinsend sagte: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams – oder wir gehen sogar hoch auf 228 WM-Teams.“ Insgesamt hat die Fifa nur 211 Mitgliedsverbände.Italiens Sportminister Andrea Abodi zeigte sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa irritiert und kündigte an, das Gespräch mit dem Fifa-Chef suchen zu wollen. „Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten. Ich bin an seinen direkten Gedanken interessiert“, sagte Abodi. Italien-Bezwinger Bosnien startet mit Remis in die WMItalien hatte zum dritten Mal in Serie die WM-Qualifikation verpasst. Das Team des viermaligen Weltmeisters verspielte im Elfmeterschießen in Bosnien-Herzegowina das Ticket für das Turnier und fehlt nun beim Spektakel in Kanada, Mexiko und den USA. Erstmals sind 48 Teams bei der Endrunde dabei. Italien-Bezwinger Bosnien-Herzegowina war am Samstagabend mit einem 1:1 gegen Gastgeber Kanada gestartet. Kanada hatte sein WM-Trauma zwar auch im siebten Anlauf nicht überwinden können, eine Auftaktpleite beim XXL-Turnier aber abgewendet. Der Co-Gastgeber verbuchte vor teilweise halbleeren Zuschauerrängen mit dem Remis zumindest einen Punkt, den ersten bei einer Weltmeisterschaft überhaupt, wartet bei seiner insgesamt dritten WM-Teilnahme jedoch weiter auf den ersten Endrundensieg. Bei den bisherigen WM-Teilnahmen 2022 und 1986 hatte Kanada alle sechs Spiele verloren. Weitere Vorrundengegner sind Katar und die Schweiz, die an diesem Samstag aufeinandertreffen (21.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT). pk/dpa