Da sitzt der Stürmer, der sich „mit seinen Aussagen selbst unter Druck“ gesetzt habe. Der bis zu seinem Tor schließlich „nicht gut“ gespielt habe. Der den Ball, den er davor „einmal berührt“ habe, vielleicht gar nicht erreicht hätte, „wenn er vorher 70 Minuten marschiert“ wäre. Der einen „langen Schritt“ gemacht habe, einen, der für ihn im Sommer „schwierig sein“ könnte nach 70 Minuten „bei 42 Grad“.So hitzig hat Julian Nagelsmann im März über Deniz Undav gesprochen, den Stürmer, der damals im Stadion in Stuttgart als Einwechselspieler für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Siegtor gegen Ghana geschossen und danach gesagt hat, dass er seine Rolle im Team kenne, diese sich durch Tore aber verändern könne. So what? So, wie Nagelsmann sagte, dass er Weltmeister werden will, sagte Undav, dass er mehr spielen will. Das ist Spitzensport. Doch als der Trainer danach über seinen Stürmer und die Hitze gesprochen hat, war es allein er, der keinen kühlen Kopf bewahrt hat.Am Tag danach hat Nagelsmann dann Undav angerufen und sorry gesagt. Und auch wenn er, wie er selbst erwähnte, von seiner Frau darauf hingewiesen worden sei, dass er sorry sagen sollte, hat Nagelsmann schon selbst erkannt, dass er diesen Deniz Undav vom VfB Stuttgart, der in der vergangenen Saison heißgelaufen ist, bei der Weltmeisterschaft gut gebrauchen kann.Freitagmittag auf dem Campus der Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina. Draußen ist die Temperatur auf 35 Grad gestiegen. Drinnen Deniz Undav auf das Podium in dem Hörsaal, in dem der Deutsche Fußball-Bund während der WM seine Pressekonferenzen veranstaltet. Auf die erste Frage, wie er sich vor der Hitze schütze und mit den Bedingungen umgehe, antwortet er so: „Ich geh nicht so viel raus.“Am Sonntagmittag (19.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) will und wird Deniz Undav rausgehen. Er will beim ersten WM-Spiel gegen Curaçao mitspielen, am besten von der ersten Minute an. Und es kommt dabei nicht nur ihm gelegen, dass das Stadion in Houston eines von vier Stadien ist, das geschlossen und heruntergekühlt werden können. Doch wird Undav dort spielen dürfen?Undav ist anders als Musiala und SanéDas ist mit Blick auf die Aufstellung des Bundestrainers die vielleicht letzte Frage, die vor dem ersten deutschen Spiel ungeklärt scheint. In der Sturmspitze dürfte Kai Havertz seinen Platz sicher haben. Aber vielleicht lautet die Antwort von Nagelsmann nicht Havertz oder Undav, sondern Havertz und Undav.Früher in dieser Woche, am Montag, als man der Nationalmannschaft in Winston-Salem beim Training zuschauen konnte, stand Undav immer wieder neben Jamal Musiala und Leroy Sané. Wenn Undav gegen Curaçao spielen sollte, würde einer von den beiden wahrscheinlich nicht spielen (eher Sané als Musiala). Und als die drei da so standen, hat man auf den ersten Blick gesehen, dass Undav anders als die anderen beiden ist.Man hat das an seinem Körper gesehen. Man hat gesehen, dass dieser Undav nicht jeden Morgen das „Flat Belly & Round Booty Workout“ von Pamela Reif macht. Und doch kann man gerade deswegen sagen, dass er ein Bauch-Beine-Po-Stürmer, weil er den Ball im Strafraum mit dem Körperteil ins Tor bringt, das halt gerade da ist.„Wenn wir Tore brauchen, Tore machen“ – so antwortet Undav am Freitag, als er gefragt wird, was er Bundestrainer von ihm erwarte. Er leitet diese Antwort mit einem „falls ich spielen sollte“ ein. Er ist seit den Ereignissen im März vielleicht etwas vorsichtiger, aber auch nicht zu vorsichtig.Als es darum geht, wo er spielen könnte, wenn er denn spielen sollte, sagt er, dass er in Stuttgart schon gezeigt habe, dass er „auf der Neun die Dinger verwerten kann“. Kurz danach geht es dann wieder um die Hitze, genauer gesagt, um die Kühlwesten und wie sie wirken. „Da haben die Fitnesstrainer was gesagt“, sagt Undav, „ich mach’s nicht“.Machen – das ist sein Wort. Er ist ein Macher. Und er kann Dinge machen, die die anderen deutschen Stürmer nicht machen können, auch deswegen, weil er anders als sie einen Booty hat, der ihn vor den Verteidigern schützt.Machen – das war aber auch das Wort, das in der Fernsehübertragung des WM-Finals 2014 gefallen ist, als Undav, wie er am Freitag erzählt, mit seiner Familie im Wohnzimmer zugeschaut hat. Und auch wenn der Vergleich viel, viel zu groß, Deniz Undav wäre nicht Deniz Undav, wenn er sich nicht zutrauen würde, dass auch er ihn machen kann.
Deniz Undav: Deutschlands Bauch-Beine-Po-Stürmer bei Fußball-WM 2026
„Wenn wir Tore brauchen, Tore machen“: So sieht Deniz Undav seine Aufgabe in der Nationalmannschaft. Darf er sie am Sonntag in der ersten Elf angehen? Für ihn spricht: seine Coolness – und sein Booty.
Noto un'incongruenza: questo è un articolo di calcio (profilo di Deniz Undav per il Mondiale 2026), non di tecnologia. Non riesco a trarre implicazioni credibili "per un manager tech" come richiesto nel tuo framework di riassunto. Posso comunque riassumere l'articolo in 2 frasi in tedesco (fatto centrale + contesto generale), oppure preferisci che aspetti l'articolo tech corretto?












