Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) startet am kommenden Samstag, 13. Juni, in Magdeburg eine bundesweite Kampagne gegen die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz. Unter dem Motto „Unsere WM 2026: Weg mit Merz!“ will die Partei mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen im Herbst in mehreren ostdeutschen Städten Kundgebungen sowie lokale Aktionen durchführen. Den Auftakt bildet eine Veranstaltung um 16 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz am Magdeburger Hauptbahnhof.

Die Kampagne knüpft bewusst an die zeitgleich beginnende Fußball-Weltmeisterschaft an. „Deutschland ist in WM-Stimmung, in der Weg-mit-Merz-Stimmung“, erklärte die Parteigründerin Sahra Wagenknecht in einer Mitteilung des BSW-Presseteams. Das Land brauche „dringend einen neuen Cheftrainer und eine neue Trainingsstrategie, sonst steigen wir immer weiter ab“. Die Botschaft der Partei fasst Wagenknecht in einem Slogan zusammen: „Deutschland reparieren statt ruinieren!“

Scharfe Kritik an der Bundesregierung

Wagenknecht griff in ihrer Erklärung die schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD frontal an. Die Merz-Koalition sei „noch schlechter als die Ampel, die viele zu Recht für die bis dahin dümmste Regierung der Bundesrepublik hielten“. Mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil erlebe Deutschland „kein Sommermärchen, sondern einen Sommer der sozialen Grausamkeiten“. Zudem wächst aus Sicht der BSW-Politikerin die Gefahr, dass die Regierung das Land „in einen direkten Krieg mit Russland“ führt. Bleibe es bei der gegenwärtigen Politik, „spielen wir bald nur noch Kreisklasse“, warnte Wagenknecht.