Ryanair droht ein Rechtsstreit im Vereinigten Königreich: Die nationale Wettbewerbsbehörde ermittelt gegen die Fluggesellschaft, weil sie Extrakosten für Eltern berechnet, die im Flugzeug neben ihren Kindern sitzen wollen.Die Wettbewerbsbehörde (CMA) untersucht, ob die Gebühren gegen das Verbraucherrecht verstoßen. Medienberichten zufolge, unter anderem die BBC und der »Guardian« berichten über die Ermittlungen, belaufen sich die Kosten auf rund acht Pfund (rund 9,30 Euro) pro Flug.
Das Problem: Ryanair schreibt selbst vor, dass ein Elternteil bei seinem Kind sitzen muss, wenn es zwischen zwei und elf Jahren alt ist. Die Billigairline vergibt dafür »verpflichtende Familiensitze«. Die CMA untersucht, inwiefern Ryanair seine Kundinnen und Kunden dafür zahlen lässt, dass die Airline den Luftfahrtvorschriften nachkommt. Darin wird nämlich auch die Sicherheit von Kindern beschrieben.Laut der Wettbewerbsbehörde ist Ryanair die einzige große Airline, die Ziele außerhalb des Vereinigten Königreichs anfliegt und derartige Gebühren erhebt. Andere Fluggesellschaften ließen Eltern kostenlos neben ihren Kindern sitzen oder platzierten sie bereits beim Buchungsvorgang automatisch zusammen.Die Billigairline arbeitet seit Jahren mit immer neuen Tricks, um günstige Flugtickets anzubieten und die eigenen Gewinne dennoch anzukurbeln. Letzteres funktioniert unter anderem dadurch, dass Ryanair für viele, bei anderen Fluggesellschaften selbstverständliche Dienste, Extrakosten erhebt. Dazu gehören etwa Handgepäck, Snacks oder auch Sitzplatzreservierungen.










