PfadnavigationHomePanoramaReisen mit Kind„Absolute Frechheit“ – Verbraucherschützer kritisieren Ryanair-Gebühr für FamiliensitzplatzStand: 11:59 UhrLesedauer: 2 MinutenEine Ryanair-Maschine in GriechenlandQuelle: Alexandros Avramidis/REUTERSRyanair verlangt Geld dafür, dass Eltern neben ihrem Kind sitzen – obwohl die Airline dazu gesetzlich verpflichtet ist. Britische Behörden ermitteln. Deutsche Verbraucherschützer nennen die Gebühr eine „absolute Frechheit“.Für einen sogenannten Familienplatz berechnet die irische Billigfluglinie Ryanair eine Gebühr. Die Wettbewerbsbehörde CMA in Großbritannien prüft dieses Vorgehen nun. Das berichten Medien wie BBC und der „Guardian“. Demnach belaufen sich die Extrakosten auf rund acht Pfund (rund 9,30 Euro) pro Flug.Problematisch an den Extrakosten ist, dass die Fluggesellschaft vorschreibt, dass ein Elternteil bei seinem Kind sitzen muss, wenn es zwischen zwei und elf Jahre alt ist. Die CMA untersucht, ob Ryanair Reisende dafür zahlen lässt, dass die Airline den Luftfahrtvorschriften nachkommt. Auch für Eltern in Deutschland, die während des Fluges neben ihrem Kind sitzen wollen, fällt so eine Gebühr an. Jedoch haben sich deutsche Verbraucher bisher nicht beschwert. Das teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband dem „Tagesspiegel“ auf Anfrage mit. „Derzeit gibt es keine entsprechenden Überlegungen, die Praxis zu überprüfen“, sagte ein Sprecher demnach. Man behalte sich aber vor, problematische Entwicklungen zulasten der Verbraucher rechtlich prüfen und bei Bedarf von Gerichten bewerten zu lassen.Lesen Sie auchDie Verbraucherzentrale sieht bei der Angelegenheit „unbedingten Handlungsbedarf“. Dem Sprecher nach habe der europäische Dachverband berechnet, dass die Mehrbelastungen für Familien im dreistelligen Eurobereich liegen können. „Das ist eine absolute Frechheit“, sagte der Sprecher. „Es ist schade, dass man sich mit derartigen Selbstverständlichkeiten, wie dem kostenfreien Zusammensitzen, befassen muss. Alle Airlines sollten sich da familien- und kinderfreundlich aufstellen.“Ryanair erklärte, die Pflicht zur Buchung eines Familiensitzplatzes entspreche in vollem Umfang allen einschlägigen Gesetzen und Verordnungen. Eltern mit Kindern würden nur die Gebühr für einen Familiensitz zahlen, könnten aber bis zu vier Kinder mitnehmen. Die Untersuchung der britischen Behörde sei „falsch“. Die Wettbewerbsbehörde kündigte an, sie werde sich binnen der kommenden sechs Monate zum Stand ihrer Untersuchung äußern.Eine Analyse von 29 Fluggesellschaften hat ergeben, dass vierköpfige Familien einen durchschnittlichen Aufpreis von 80 bis 200 Euro für Sitzplatzgebühren zahlen. Das teilte der Europäische Verbraucherverband BEUC mit. Demnach sei in einem Fall sogar eine Gebühr von 300 Euro erhoben worden. In Italien ist die Gebühr verboten. jm
Ryanair-Gebühr für Familiensitzplatz: „Absolute Frechheit“, kritisieren Verbraucherschützer - WELT
Ryanair verlangt Geld dafür, dass Eltern neben ihrem Kind sitzen – obwohl die Airline dazu gesetzlich verpflichtet ist. Britische Behörden ermitteln. Deutsche Verbraucherschützer nennen die Gebühr eine „absolute Frechheit“.










