Unser Autor wird die Spiele ansehen. Er sagt: Es ist nicht möglich, globale Veranstaltungen nur in Ländern auszutragen, die unseren Ansprüchen genügen.

Es ist sicher nicht alles gut bei der WM. Ein Boykott wäre trotzdem der falsche Weg, sagt unser Autor

Jacquelyn Martin/AP/dpa

Oke Göttlich wollte die Fußball-WM ja auch nicht boykottieren. Der Präsident des FC St. Pauli und Vizepräsident des DFB wollte aber, dass darüber zumindest diskutiert wird, er wollte also die politische Dimension gesellschaftlich beleuchten. Man kann sich vorstellen, wie begeistert man beim DFB war. Immer diese Linken!

Die Argumente sind bekannt: Die Spiele seien ja nicht nur in Trumps autoritär gewendeten USA, sondern auch in Kanada und Mexiko. (Stimmt, aber es sind sehr wenige.) Die Debatte komme „zur Unzeit“. (Nämlich vor der WM. Danach wäre besser!) Man solle die Politik doch aus dem Sport raushalten und so weiter. Eine Diskussion kam nicht zustande. Holen wir das daher nach.