PfadnavigationHomePolitikAuslandBelfastOpfer brutaler Messerattacke verliert linkes Auge – Angreifer bedroht KrankenhauspersonalStand: 13:42 UhrLesedauer: 3 MinutenEin verstörendes Video, das einen Messerangriff in Belfast dokumentiert, sorgt weit über Großbritannien hinaus für Entsetzen. Die Aufnahmen zeigen einen Mann, der auf eine am Boden liegende Person losgeht – bewaffnet mit einem Messer.Stephen Ogilvie verlor ein Auge, das zweite wurde schwer verletzt: Nach der Messerattacke von Belfast kämpft das Opfer im Krankenhaus weiter um sein Leben. Der Tatverdächtige aus dem Sudan sitzt in Untersuchungshaft.Bei der brutalen Messerattacke in Belfast hat das Opfer sein linkes Auge verloren. Das berichtet der „Daily Telegraph“. Stephen Ogilvie, ein 44 Jahre alter Mann, befindet sich demnach weiterhin in einem kritischen Zustand im Krankenhaus. Die Zeitung beruft sich auf Polizeiangaben. Auch am rechten Auge soll Ogilvie schwere Verletzungen erlitten haben sowie tiefe Schnittwunden im Gesicht, am Hals und am Rücken.Lesen Sie auchOgilvie stammt ursprünglich aus Schottland und lebte in derselben Wohnanlage wie sein mutmaßlicher Angreifer, berichtet die „Daily Mail“. Nachbarn beschrieben ihn als „schutzbedürftig“. Ein Anwohner sagte, Ogilvie sei auf einem Ohr taub gewesen. Zudem habe er im vergangenen Jahr bereits einen Angriff auf seine Wohnung erlebt. Am 15. Juni hätte er in eine andere Wohnung einer Wohnungsbaugesellschaft umziehen sollen. „Er lebt seit etwa anderthalb Jahren hier und war manchmal ein bisschen lästig, aber was ihm passiert ist, ist absolut schrecklich, und so etwas würde ich niemandem wünschen“, zitiert die „Sun“ einen der Nachbarn. Warum er angegriffen wurde, ist bislang unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.Eine Aufnahme der brutalen Tat im Norden Belfasts löst weltweit Entsetzen aus. Videos, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, zeigen, wie ein Angreifer mehrfach auf einen am Boden liegenden Mann einsticht. Passanten griffen ein, darunter ein Mann mit einem Hurling-Schläger, und stoppten die Attacke. Die Polizei stellte am Tatort ein Küchenmesser sicher.Als Tatverdächtiger wurde der 30-jährige Hadi Alodid festgenommen. Ihm werden versuchter Mord, unerlaubter Messerbesitz sowie Todesdrohungen vorgeworfen. Eine Ermittlerin erklärte laut „Telegraph“, Beamte hätten den Mann mit einem Küchenmesser in der Hand auf dem Opfer sitzend vorgefunden. Er lehnte sowohl einen Anwalt, als auch einen arabischen Übersetzer ab.Nach Angaben der Polizei stammt Alodid aus dem Sudan. Er reiste im Februar 2023 über die Republik Irland nach Nordirland ein, nachdem er von Paris nach Dublin geflogen war. Erst in Nordirland beantragte er Asyl. Im September 2023 erhielt er eine Aufenthaltserlaubnis für das Vereinigte Königreich bis zum Jahr 2028. Nach Angaben eines Nachbarn lebte der Verdächtige zwar nicht im selben Gebäudeteil wie das Opfer, dafür aber in einem benachbarten Block der Wohnanlage. Er sei dort erst kürzlich eingezogen.Lesen Sie auchAuch Alodid musste nach der Attacke ärztlich behandelt werden. Im Krankenhaus soll er laut Aussage einer Polizistin bei einer gerichtlichen Anhörung gesagt haben: „Ich habe jemanden getötet, ich weiß nicht, ob er tot ist.“ Einem Mitarbeiter des Krankenhauses habe er anschließend noch gedroht: „Ich werde Sie töten.“Die Polizei betonte, es gebe bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat. Alodid befindet sich in Untersuchungshaft. Sein nächster Gerichtstermin ist in vier Wochen angesetzt.Der Angriff löste in Belfast gewaltsame Ausschreitungen aus. In mehreren Stadtteilen kam es zu Protesten, bei denen Fahrzeuge und Gebäude in Brand gesetzt wurden. Nordirlands Regierungschefin Michelle O'Neill verurteilte die Gewalt scharf. „Maskierte Männer, die Familien aus ihren Häusern vertreiben und ihre Wohnungen anzünden, sind nichts anderes als feige“, erklärte sie.kami