Mr Market

Galderma und Sandoz kommen bald in den SMI – wer fliegt raus? Die beiden Börsenlieblinge werden den Schweizer Leitindex ab September ergänzen. Auch die Absteiger sind wohl bereits klar. Ausserdem: Temenos kauft teuer ein, aber die Aktien bleiben kaufenswert. Und: Also hat an der Börse Vertrauen zurückgewonnen. Geschätzte Leserin, geschätzter LeserOptimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

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Bitte passen Sie die Einstellungen an.Schon die Ankündigung zur Kotierung an der Schweizer Börse war verkorkst, und in den vergangenen Wochen ist die Beziehung zwischen den Investoren und DSM-Firmenich nicht richtig besser geworden. Der niederländisch-schweizerische Aromen- und Duftstoffhersteller lässt gerade punkto Kommunikation zu wünschen übrig, wie ich schon vergangene Woche moniert habe.Wir sind vor fast drei Wochen zur Einschätzung gelangt, dass sowohl DSM-Firmenich als auch der Schweizer Konkurrent Givaudan auf dem gegenwärtigen Kursniveau Chancen bieten. Ich frage mich nach dem holprigen Start von DSM aber schon: Wieso sollte ich mich mit zweitklassiger Qualität zufriedengeben, wenn ich derzeit auch den Branchenprimus Givaudan zu einem attraktiven Preis haben kann?Ähnlich sieht das Goldman Sachs. Die zuständige Analystin der US-Investmentbank stuft die Aktien von Givaudan neu mit «Buy» ein. Georgina Fraser rechnet damit, dass der Konzern seine Marktführerschaft gerade im gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen Umfeld ausbauen wird. Dabei helfe die einwandfreie Unternehmensqualität, sprich die Kombination aus einer starken globalen Kundenbasis, hoher Preissetzungsmacht, Innovationskraft und einer soliden Bilanz. Gleichzeitig stuft Fraser die Aktien von DSM-Firmenich auf «Sell» ab.Beide Aktien notieren weiterhin markant unter ihrem Höchst von Ende 2021 (Givaudan) beziehungsweise Ende September 2024 (DSM-Firmenich). Ich setzte mit langfristigem Anlagehorizont auf Givaudan.Die Musik spielte in den vergangenen Wochen und Monaten aber ohnehin nicht bei den Duftstoffherstellern, sondern anderswo – in der Schweize beispielsweise bei Galderma.Inhaltsverzeichnis Zwei Anlegerlieblinge kommen bald in den SMI Bei Temenos ist Geduld gefragt Also klettert und klettert SaraSelect schrumpft weiter und reduziert Bell Food Group Zwei Anlegerlieblinge kommen bald in den SMI Sandoz und Galderma werden wohl bald Teil des Swiss Market Index. Die beiden Aktien dürften an der nächsten ordentlichen Anpassung im September in den Schweizer Leitindex aufsteigen, und dies nur weniger als drei Jahre seit dem Spin-off von Novartis im Fall des Generikaherstellers Sandoz und zweieinhalb Jahre nach dem Börsengang des Dermatologiespezialisten Galderma.Der Aufstieg in die Topliga ist die Folge der fulminanten Kursentwicklung der vergangenen Monate. Die Aktien von Galderma notieren nur knapp unter ihrem bisherigen Höchst von Anfang Mai bei knapp 171 Fr. Jene von Sandoz tendieren seit einigen Wochen seitwärts. Anleger, die von Beginn weg dabei waren, konnten ihren Einsatz aber bereits verdreifachen.Und nicht nur der Börsenwert ist entscheidend. Für die ordentliche Aufnahme in den wichtigsten Schweizer Aktienindex sind gemäss SIX Swiss Exchange zwei Faktoren relevant, die gleich gewichtet werden: die Marktkapitalisierung im Streubesitz (Free Float) und wie rege die Aktien gehandelt werden, sprich der Umsatz im Orderbuch. Insbesondere die Galderma-Aktien werden rege gehandelt, zum Beispiel öfters als jene des langjährigen SMI-Unternehmens Geberit.Zu Gunsten der beiden Börsenlieblinge aus dem SMI rausfallen dürften dagegen – basierend auf den Daten von Ende März – Kühne + Nagel sowie Logitech.Der relevante Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten dauert noch bis Ende Juni, umgesetzt werden die Änderungen erst auf den 21. September.Grosse Veränderungen sind aber keine mehr zu erwarten. Galderma und Sandoz sind in den vergangenen Wochen – seit der Bestandesaufnahme Ende März für die Periode vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 – nicht mehr geschrumpft und rangieren komfortabel ausserhalb der Pufferzone.Kühne + Nagel dürften nach dem Auf und Ab seit Kriegsbeginn im Nahen Osten keinen Boden gut gemacht haben. Logitech wiederum muss Swisscom wohl den Vortritt lassen. Die Aktien des Telecomkonzerns sind zwar etwas zurückgekommen, während jene des Herstellers von Computerzubehör aufgeholt haben. Aber über den gesamten Zeitraum seit Anfang Juli 2025 betrachtet, lag Swisscom bis auf zwei kurze Perioden stets vorn.Das ist für einige aktive Fonds, die sich auf kleine und mittelgrosse Unternehmen fokussieren, bitter: Galderma und Sandoz gehörten vergangenes Jahr zu grössten Performancetreibern im Mid-Cap-Index SMIM. Dass am anderen Ende Clariant zu Gunsten von BKW aus dem SMIM fallen wird, dürfte Investoren, die auf das mittelgrosse Segment setzen, kaum erschüttern.Umgekehrt gibt der Aufstieg den Aktien erfahrungsgemäss selten Schub; der erzwungene Rausfall aus den Nebenwertefonds lastet in der Folge oft auf dem Kurs. Im SMI und damit in den Indexfonds haben sie in der Folge ein vergleichsweise kleines Gewicht.Insbesondere was Galderma betrifft, bin ich für die kommenden Monate zuversichtlich, auch wenn der stärkste Kursanstieg hinter uns liegen dürfte. Das Unternehmen wird in den kommenden Jahren relativ unabhängig von der konjunkturellen Lage und der geopolitischen Unsicherheit weiter stark wachsen und dank des operativen Hebels Gewinn und Cashflow überproportional steigern, womit sich die derzeit hoch wirkende Bewertung relativiert.Bei Sandoz halte ich mich an die Einschätzung meines Kollegen Henning Hölder vom März: Das Unternehmen ist operativ sehr gut aufgestellt, gerade im strukturell wachsenden Markt für Biosimiliar-Produkte. Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate ist das Aufwärtspotenzial der Aktien aber begrenzt, für einen Einstieg besteht keine Eile.Dass gleich zwei Aktien im SMI auf- beziehungsweise absteigen ist übrigens eher selten; die erwähnten Pufferzonen sorgen wie von der SIX gewollt für Stabilität. In den vergangenen Jahren gelang jeweils höchstens einem Unternehmen der Sprung in den Leitindex, im Herbst 2023 und 2024 gab es gar keine Anpassungen im SMI. Dass es dieses Mal anders sein dürfte, liegt nicht nur am kometenhaften Aufstieg von Galderma und Sandoz, sondern auch an der Veränderung im Aktionariat, wie wir bereits im Januar beschrieben haben. Bei Temenos ist Geduld gefragt Temenos kommt nicht in die Gänge. Zumindest nicht an der Börse. Seit Anfang Jahr haben die Titel des Genfer Herstellers von Bankensoftware rund 15% verloren – und das, obwohl CEO Takis Spiliopoulos im Februar solide Jahres- und im April überzeugende Erstquartalszahlen vorlegen konnte und die Mittelfristziele angehoben hat.«AI kills Software» ist nach wie vor das dominierende Thema im Sektor. Die Befürchtung, KI-Anwendungen werden das einträgliche Geschäftsmodell zerstören, setzt die Branche unter Druck. Bis vor einem Jahr wurden Aktien von Softwareunternehmen angesichts der stabil wachsenden, wiederkehrenden Erträge von Abomodellen (Software as a Service, SaaS) noch mit einer Bewertungsprämie belohnt. In der Zwischenzeit wurde daraus ein Malus.Da ist es für die Aktionäre ein schwacher Trost, wenn Temenos seit Anfang Jahr in Franken gerechnet an der Börse besser abgeschnitten hat als andere europäische Softwarekonzerne wie SAP aus Deutschland oder Dassault Systèmes aus Frankreich.Ein beliebter Trade unter Hedge Funds heisst nach wie vor «Short Software, Long Semiconductors». Aktien aus dem Softwaresektor werden leer verkauft und liefern damit das Kapital, um Aktien aus dem Halbleitersektor zu kaufen. Und in Europa ist dieses Spielfeld überschaubar: Die grösseren Unternehmen, deren Aktien die nötige Liquidität für Short-Seller aufweisen, lassen sich an einer Hand abzählen. Temenos zählt dazu.Ich kann unmöglich sagen, wie lange dieser Druck noch anhält. Solange der KI-Boom weitergeht und Aktien aus dem Halbleitersektor in die Höhe streben, und solange die «AI kills Software»-These im Markt verankert bleibt, wird es für Aktien wie Temenos oder SAP schwierig, auf die Beine zu kommen.Doch ich bleibe bei meiner im Februar formulierten Überzeugung. Erstens: Der Bereich Kernbankensysteme, die Disziplin von Temenos, ist so ziemlich das letzte Segment innerhalb der Softwarebranche, das gefährdet ist, durch KI obsolet gemacht zu werden. Und zweitens: Temenos steht am Beginn einer mehrjährigen Phase, in der das Wachstum der wiederkehrenden Erträge durch den Erneuerungszyklus bestehender Softwareverträge deutlich steigen wird.Der Effekt dieses Erneuerungszyklus auf die Entwicklung der Gewinnmarge und des Cashflows wird meiner Meinung nach von den Analysten immer noch deutlich unterschätzt. Das gibt Spiliopoulos die Möglichkeit, die Erwartungen der Analysten Quartal für Quartal zu übertreffen und am Kapitalmarkt das Vertrauen aufzubauen, das von seinen Vorgängern zerstört worden war.KI ist zudem nicht bloss eine Gefahr, sondern auch eine Chance. An einer Kundenkonferenz Anfang Mai in Kopenhagen stellte das Unternehmen beispielsweise einen zusammen mit der Grossbank UBS entwickelten KI-Agenten vor, der betrügerische Zahlungsaufträge identifizieren und eliminieren kann.Gestern Montag kündigte Temenos zudem die Übernahme des Zürcher Softwareunternehmens Additiv an. Es handelt sich um eine vergleichsweise kleine, ergänzende Akquisition. Additiv zählt rund 200 Mitarbeitende und hat eine Plattform für Wealth-Management-Lösungen entwickelt. Kunden sind unter anderen NatWest, Deka, PostFinance oder Hayah in Abu Dhabi.Der Deal hat einen teilweise schalen Beigeschmack. Martin Ebner, mit gut 25% Anteil der grösste Aktionär von Temenos, hält auch 28% an Additiv. Kunden der BZ Bank, die bis 2022 im Besitz von Ebner stand, halten weitere 35%. Der Rest liegt in den Händen des Additiv-Managements. Um den Vorwurf eines «Ebner-Deals» zu entkräften, hat Temenos die Beteiligungsverhältnisse an Additiv proaktiv offengelegt und betont, eine eingehende Due Diligence gemacht zu haben.Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Temenos-CEO Spiliopoulos hat nur versichert, dass die Übernahme im laufenden Jahr einen neutralen Einfluss auf den Gewinn und den freien Cashflow habe.Mit einer Überschlagsrechnung lässt sich der Kaufpreis aber schätzen: Gemäss meinen Informationen hat Additiv im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 19 Mio. Fr. und einen negativen Ebitda erwirtschaftet. Für das laufende Jahr dürften es zwischen 22 und 25 Mio. Fr. Umsatz sein, mit einer schwarzen Null auf Stufe Ebitda. Unter der Annahme, dass Temenos den 7,5-fachen Umsatz bezahlt, ergibt sich nach meinen Berechnungen ein Übernahmepreis von 180 Mio. Fr. Frederic Boulan, Analyst von Bank of America, rechnet mit einem Kaufpreis von rund 160 Mio. Fr.Das ist ein sehr stolzer Preis für ein Unternehmen, das keinen Gewinn erwirtschaftet und über Jahre nie richtig in die Gänge gekommen ist. Für Additiv ist es bestimmt besser, unter dem Dach von Temenos zu landen. Aber Spiliopoulos muss rasch den Beweis erbringen, dass sich der Kauf gelohnt hat, indem er markante Verkaufssynergien vorweist. Er weiss auch, dass die letzten grösseren Akquisitionen seiner Vorgänger im Top-Management von Temenos, Kony und Avoka, beide ein Flop waren und dazu beigetragen haben, dass Analysten und Investoren das Vertrauen in Temenos verloren haben.«Wir haben unsere Lektion aus früheren Übernahmen gelernt», versicherte der CEO am Montag an einer Analystenkonferenz.Ich hoffe es – und halte an meiner Kaufempfehlung fest. Die Chancen stehen gut, dass Temenos in den kommenden Jahren die Erwartungen der Analysten übertreffen wird. Die Aktien benötigen Geduld. Aber es wird sich mittelfristig lohnen, sie im Portfolio zu halten. Also klettert und klettert Noch mieser als bei Temenos war der Jahresstart des IT-Distributors Also. Insbesondere die schwache Profitabilität im vergangenen Geschäftsjahr verschreckte die Anleger. 2025 war von der Übernahme der britischen Westcoast und damit von Ausbau- und Integrationskosten geprägt. Zudem belasteten in den vergangenen Monaten Befürchtungen, dass aufgrund der deutlich teureren Speicherchips die Nachfrage nach Computern und entsprechendem Zubehör zurückgehen würde, die Stimmung an der Börse.Investoren straften mit dem Verkauf ihrer Anteile auch das Management ab, das einmal mehr zu viel versprochen hatte. Der Aktienkurs fiel nach der Präsentation der Jahreszahlen Mitte Februar bis auf 133.40 Fr.Auch ich war enttäuscht, sah aber bei einem Aktienkurs von weniger als 200 Fr. eine Einstiegsgelegenheit. Und nun zeigt der Trend endlich nach oben.Es ist der Unternehmensführung in den vergangenen Wochen gelungen, Vertrauen zurückzugewinnen. Sie hatte nach dem Kurseinbruch Anfang Jahr den Erklärungsbedarf erkannt und ging in die Offensive. Besser spät als nie, würde ich sagen.Am Kapitalmarkttag Ende April veröffentlichte Also erstmals Zahlen zur Quartalsentwicklung und nahm damit den Sorgen einer preisbedingten Absatzflaute den Wind aus den Segeln: Das Geschäft mit Computern und entsprechendem Zubehör zeigte in den ersten drei Monaten 2026 keinerlei Schwäche, vielmehr wuchs das Unternehmen in allen drei Segmenten. In den vergangenen Wochen widerlegten zudem die starken Quartalsresultate und der positive Ausblick der grossen US-Computerhersteller Dell Technologies und HP Enterprise das Narrativ eines schleppenden Computergeschäfts. Die Konzerne gelten inzwischen zunehmend als Schlüsselzulieferer und damit als Profiteure des Booms rund um das Thema künstliche Intelligenz.Das Also-Management um CEO Wolfgang Krainz gewährte am Investorenanlass zudem erstmals einen vertieften Einblick in die Entwicklung und den Gewinnbeitrag des Service- und insbesondere des Cloud-Geschäfts – ein Schritt, den Investoren seit längerem gefordert hatten. Das kam am Aktienmarkt gut an, wie mehrere Fondsmanager berichten. Also positioniert sich dabei als indirekter Cloud-Anbieter: Das Unternehmen stellt Herstellern und Wiederverkäufern eine digitale Infrastruktur zur Verfügung, vom Cloud-Marktplatz über Cybersecurity-Lösungen bis hin zu KI-Dienstleistungen.Vom gesamten Servicegeschäft verspricht sich Also höheres Wachstum und eine stärkere Profitabilität, was durch die am Kapitalmarkttag präsentierten Zahlen untermauert wurde. In den vergangenen fünf Geschäftsjahren lag die Betriebsgewinnmarge der Division Services zwischen 6 und 8%, im Cloud-Geschäft allein zwischen 4,5 und 5,5%. Damit erzielt Also eine deutlich höhere Marge als in den Bereichen Supply (1,3 bis 1,8%) und Solutions (1,6 bis 2,3%). Die Transformation von produkt- hin zu plattformbezogenen Umsätzen soll zudem die Schwankungsanfälligkeit der Einnahmen reduzieren.Das Unternehmen will damit die Rentabilität mittelfristig deutlich erhöhen, die Rendite auf das eingesetzte Kapital soll mehr als 25% betragen. Für 2026 soll sie immerhin auf über 20% steigen. Nach dem guten ersten Quartal rückt das Jahresziel eines Ebitda von 320 Mio. € in Griffnähe.Daran, dass das Unternehmen die selbst gesteckten Mittelfristziele (bis 2029) erreichen kann, glauben die Analysten aber weiterhin nicht. Für 2028 erwarten sie ein Ebitda von durchschnittlich 371 Mio. €, weiter reichen die Prognosen bisher nicht. Gemäss Also soll der Betriebsgewinn bis dahin ohne weitere Übernahmen aber auf 385 Mio. steigen.Die Zurückhaltung ist durchaus berechtigt. Unter dem ehemaligen CEO und heutigen Verwaltungsratspräsidenten Gustavo Möller-Hergt hat Also die Prognose wiederholt verfehlt. Trotz erhöhter Transparenz ist das Unternehmen weiterhin kein Musterschüler in Sachen Corporate Governance. Dafür hat Möller-Hergt noch deutlich zu viel zu sagen – und er lässt sich die Mitsprache erst noch fürstlich entlöhnen. Interessierte Investoren müssen diesen Umstand sowie das Risiko kurzzeitiger Enttäuschungen in Kauf nehmen können.Davon abgesehen hat Also aus meiner Sicht bewiesen, dass die Strategie aufgehen und sie in Zukunft deutlich rentabler wirtschaften kann. Vor diesem Hintergrund sind die Aktien nicht teuer. SaraSelect schrumpft weiter und reduziert Bell Food Group Ein möglicher Belastungsfaktor ist schon vor einigen Monaten weggefallen: Der SaraSelect-Fonds von Marc Possa hat seinen Anteil an Also Anfang Jahr verkauft. Ende Dezember 2025 war Also mit 5,9% noch die grösste Position im Fonds gewesen. Zuvor standen die Aktien unter Druck, weil bekannt war, dass der Small- und Mid-Cap-Fonds Beteiligungen verkaufen musste, um Geldabflüsse zu decken.Nun hat Possa auch die Position in Bell Food Group reduziert, wie aus den letzten Monatsberichten und aus der Offenlegung an der Schweizer Börse SIX hervorgeht: Am 28. Mai fiel der SaraSelect-Fonds unter die Meldeschwelle von 3%. Gemäss meinen Berechnungen dürfte der Anteil nun bei rund 2,7% stehen. Davor war der Fonds gemäss den Angaben im Geschäftsbericht 2025 mit einem Anteil von 3,13% am Nahrungsmittelhersteller der zweitgrösste Aktionär hinter Mehrheitseigentümerin Coop (66,67%) gewesen. Und für Fondsmanager Possa war Bell eine Überzeugungsposition: Jahrelang machte sie mehr als 4% am Gesamtportfolio aus.Wahrscheinlich ist, dass auch diese Position getrimmt werden musste, damit Fondsanteile zurückgezahlt werden konnten. Der SaraSelect leidet seit Monaten unter Abflüssen: Das Fondsvolumen betrug Ende Mai noch knapp 868 Mio. Fr. – etwa halb so viel wie auf dem Höchst Ende 2021. Allein seit Anfang Jahr ist es um 15% geschrumpft.Dabei war die Performance zuletzt ganz gut. In den ersten fünf Monaten des Jahres betrug das Plus gemäss Monatsbericht 7,64%, während der Vergleichsindex SPI Small & Mid Caps 5,24% vorgerückt ist.Freundlich grüssen im Namen von Mrs MarketGabriella Hunter und Mark Dittli