PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBewerbung für Sicherheitsrat„Als übergriffig wahrgenommen“ – Connemann gibt Baerbock Mitschuld an UN-FehlschlagStand: 08:23 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Präsidentin der UN-Generalvollversammlung, Annalena BaerbockQuelle: Michael Kappeler/dpaDeutschland hat bei seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat eine schmerzhafte Niederlage einstecken müssen. Aus Sicht der CDU-Politikerin Gitta Connemann trägt auch die frühere Außenministerin Annalena Baerbock Verantwortung für die verlorene Wahl.Die CDU-Politikerin Gitta Connemann gibt Annalena Baerbock eine Mitschuld an der gescheiterten deutschen Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die „moralingetragene und getriebene Außenpolitik“ der Grünen-Politikerin sei insbesondere im globalen Süden teilweise „als übergriffig wahrgenommen“ worden, sagte Connemann in der Sendung „Blome & Pfeffer“ des Senders ntv.Baerbock habe „uns insoweit sicherlich nicht geholfen“, so Connemann weiter. Abgesehen davon sei der Bewerbungsprozess zu spät gestartet und zu wenig proaktiv geführt worden.Lesen Sie auchIn der Debatte um die Gründe für das Scheitern war auch immer wieder die deutsche Unterstützung für Israel angeführt worden. Insbesondere im globalen Süden wird die israelische Politik gegenüber den Palästinensern extrem kritisch gesehen. Auch Staaten wie Deutschland, die den jüdischen Staat unterstützen, waren aus diesem Grund immer wieder in die Kritik geraten. Sollte dies ein Grund für das Scheitern gewesen sein, sei das allerdings beinahe schon positiv zu bewerten, so Connemann: „Wenn dies das Nein ist auf unsere Haltung zu Israel und zur Ukraine, dann bin ich stolz auf das Nein.“ Von nun an müsse gelten: „Lasst uns zukünftig Außenpolitik nach anderen Maßstäben machen, als sie eine Zeit lang gemacht worden ist.“Die Bewerbung Deutschlands um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat war Anfang Juni gescheitert. Die Bundesrepublik verfehlte in der UN-Vollversammlung in New York die nötige Mehrheit unter den Mitgliedsländern.Portugal und Österreich gewannen die notwendigen Stimmen und nehmen 2027 und 2028 im UN-Sicherheitsrat Platz. Portugal erzielte 134 von 190 Stimmen. Für Österreich votierten 131 Mitgliedsländer von 190, für Deutschland entschieden sich lediglich 104 Staaten. Nötig war eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 127 Stimmen, um gewählt zu werden.säd mit epd