Außerdem geht es in der kleinen Alltagsfrage um den sogenannten Ikea-Effekt: Warum wir selbst aufgebaute Möbel, Regale oder andere Produkte oft wertvoller finden als fertige Gegenstände. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Namen vergessen, den Schlüssel verlegen oder nicht mehr wissen, wo das Fahrrad steht – viele Menschen ärgern sich über ihre Vergesslichkeit. Doch aus Sicht der Hirnforschung ist Vergessen kein Makel, sondern eine wichtige Fähigkeit. In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es ums Vergessen. Zu Gast ist der Neurobiologe Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig.Warum Vergessen für das Gehirn unverzichtbar istVergessen wirkt oft wie ein Defekt unseres Gedächtnisses. Tatsächlich wäre das Gegenteil problematisch. Würde das Gehirn jede Information dauerhaft speichern, wäre es kaum noch möglich, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.Prof. Martin Korte erklärt, dass Erinnern nur funktioniert, weil das Gehirn gleichzeitig vergisst. Es sortiert ständig aus, welche Informationen relevant sind und welche nicht mehr benötigt werden. Dieser Prozess hilft dabei, handlungsfähig zu bleiben und wichtige Inhalte schnell abrufen zu können.Dabei geht es nicht nur um das Speichern von Informationen, sondern auch um deren Abruf. Ein überfülltes Gedächtnis würde den Zugriff auf relevante Erinnerungen erschweren.Was darüber entscheidet, ob wir uns etwas merkenOb eine Information dauerhaft gespeichert wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Besonders wichtig sind Emotionen. Erlebnisse, die starke Freude, Angst oder Scham auslösen, bleiben meist länger im Gedächtnis als neutrale Ereignisse.Auch Aufmerksamkeit spielt eine zentrale Rolle. Wer ständig zwischen Smartphone, Computer und anderen Reizen wechselt, erschwert seinem Gehirn die Speicherung neuer Informationen. Wiederholungen, Verknüpfungen mit bereits bekanntem Wissen und ausreichend Schlaf verbessern dagegen die Gedächtnisleistung.Während des Schlafs sortiert das Gehirn Erinnerungen. Es entscheidet gewissermaßen, welche Informationen erhalten bleiben und welche aussortiert werden. Je häufiger Inhalte genutzt oder abgerufen werden, desto stabiler werden die zugrunde liegenden neuronalen Verbindungen.Wann Vergesslichkeit zum Problem werden kannGelegentlich Namen oder Termine zu vergessen, gehört zum normalen Alltag. Entscheidend ist, ob die Vergesslichkeit zunimmt und den Alltag beeinträchtigt.Warnsignale können sein, dass Wortfindungsstörungen häufiger auftreten, Erinnerungslücken zunehmen oder Angehörigen Veränderungen stärker auffallen als den Betroffenen selbst. Einzelne Aussetzer sind dagegen meist kein Grund zur Sorge.Der Experte betont außerdem: Wer sich ständig Sorgen über seine Vergesslichkeit macht, setzt sich zusätzlich unter Stress – und Stress verschlechtert wiederum die Gedächtnisleistung. Bestehen ernsthafte Zweifel, kann eine neurologische Untersuchung Klarheit schaffen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Wie funktioniert Vergessen? - WELT
Viele Menschen ärgern sich über ihre Vergesslichkeit. Dabei ist Vergessen eine wichtige Leistung des Gehirns. Ein Experte erklärt, wie Vergessen funktioniert und warum wir so besser erinnern.







