Verteidigungsexpertin über Ende von FCAS: „Ich bin pessimistisch, dass sich die Zusammenarbeit verbessert“
Deutsche Ingenieure sollten beim Rüstungsprojekt FCAS von Frankreichs Luftfahrt lernen, glaubt Catherine Hoeffler. Das Projekt sei eine Nummer zu groß gewesen.
Für immer ein Gedankenspiel: Modell der geplanten Kampfmaschine der Zukunft FCAS
taz: Frau Hoeffler, Deutschland und Frankreich hatten vereinbart, für mehrere Milliarden Euro ein gemeinsames Luftkampfsystem zu entwickeln. Dieses Future Combat Air System (FCAS) sollte ein Vorzeigeprojekt für die europäische Verteidigungskooperation sein. Nun ist es gescheitert. Warum?
Catherine Hoeffler: Solche Großprojekte sind hochpolitisch. Es ist sehr kompliziert, politische Interessen, bürokratische Zeitpläne und das, was die Verteidigungsministerien beschaffen wollen, aufeinander abzustimmen. Im Kern sind diese Projekte ein politisches Bekenntnis zur industriellen Zusammenarbeit. Sie weiterzutreiben, ist daher eine primär politische Entscheidung – in diesem Fall war der Wille offensichtlich nicht mehr stark genug.













