Diese Nachricht sorgte zuletzt für Aufsehen in Berlin-Mitte und darüber hinaus: Am Rosenthaler Platz schließt nach 18 Jahren das Circus-Hotel. Nur wenige Meter entfernt, im Café Galão, läuft der Siebträger weiter wie seit 25 Jahren. Dabei hat LAP Coffee der Stadt seit geraumer Zeit eine neue Arithmetik des Kaffees beigebracht: Cappuccino für 2,50 Euro, Vollautomat, skalierbar. Was das Start-up als Demokratisierung versteht, erleben inhabergeführte Cafés als Druck.
Doch das Galão am Weinbergsweg, geführt von Axel Burbacher, bleibt. Warum das keine Selbstverständlichkeit ist und wieso Berlin trotz aller negativen Schlagzeilen Grund zur Hoffnung gibt, erzählt uns der Gastronom im Interview.
Herr Burbacher, ein Vierteljahrhundert Galão am Rosenthaler Platz: Was hat sich in dieser Zeit am stärksten verändert und was ist, trotz allem, geblieben?Es hat sich viel verändert in 25 Jahren. Die Stadt hat sich verändert, die Straße hat sich verändert, der Kiez, unser Publikum hat sich verändert und die Stimmung in der Stadt hat sich auch verändert. Das Café ist geblieben. Wir haben uns angepasst an die Zeit, wir haben unsere Produkte angepasst und weiterentwickelt. Aber das, was das Café ausmacht – der Service, die familiäre Atmosphäre und die gute Qualität unserer Produkte –, ist immer geblieben. Das ist das, was ich an diesem Ort auch am meisten schätze.








