Das Grundgefühl des Niedergangs ist strategischer Bestandteil einer autokratischen Zeitenwende. Deshalb gilt es, sich der meckernd-kapitulierenden Brandbeschleunigung zu verweigern.
taz FUTURZWEI | Alles Mist? Nix mehr zu holen? Aufgeklärtes Versumpfen im Weltuntergang? Seufzend ein „aufgegeben haben“ verkünden – oder einfach ganz offen daran arbeiten, die eigenen Vorteile für noch mehr Vorteile zu nutzen?
Gesellschaftlich auschecken, alles andere hat doch keinen Zweck mehr. Und, ja, ich kann es fühlen. Noch vor vier Jahren hätte niemand geglaubt, dass so eine unfassbare Shitshow auf dem Weg ist. Da wirkte es noch wie einzelne Krisen und nicht wie eine autokratische Zeitenwende.
Aber Auschecken und Weltuntergangssound, das hören wir von Historikern und Populismusforscherinnen, ist leider strategischer Bestandteil eben dieser autokratischen Zeitenwende. Warum? Weil ein dauerhafter Abgesang dazu führt, dass sich Angst, Ohnmacht und Aggression verbreiten.
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