PfadnavigationHomePanoramaPhilippinenSchweres Erdbeben lässt Gebäude einstürzen, Menschen in Panik – Tsunamiwellen gemessenStand: 06:37 UhrLesedauer: 3 MinutenBeschädigte Geschäfte in General Santos City – der Stadt in der Nähe des EpizentrumsQuelle: picture alliance/dpa/XinHua/-Vor der Südküste der Philippinen ereignet sich ein schweres Erdbeben. Mehrere Gebäude stürzen ein, Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen. Mindestens vier Menschen sterben.Ein schweres Erdbeben hat die südlichen Philippinen erschüttert, ein Meter hohe Tsunamiwellen sowie Tsunami-Warnungen ausgelöst. Gebäude stürzten ein, Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens vier Menschen ums Leben und mehr als 200 weitere wurden verletzt. In den philippinischen Provinzen Sultan Kudarat und Sarangani wurden von Tsunami-Warnstationen ein Meter hohe Wellen gemessen.Die Behörden riefen die Bewohner mehrerer Küstengebiete auf, sich umgehend in höher gelegene Regionen zu begeben. Auch im benachbarten Indonesien wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben, speziell auf der Insel Sulawesi. Japan warnte ebenfalls vor möglichen Flutwellen an Teilen seiner Pazifikküste.Das Epizentrum lag südwestlich der Gemeinde Maasim in der Provinz Sarangani. Besonders stark waren die Erschütterungen in der Stadt General Santos City zu spüren. Allein dort starben drei Menschen, 130 weitere wurden verletzt. Dort stürzten kleinere Gebäude teilweise ein, und mehrere Bauwerke, darunter eine wichtige Zugangsbrücke, wiesen gefährliche Risse auf. Der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass in der Provinz Davao Oriental eine weitere Person infolge des Erdbebens ums Leben gekommen sei.Zudem gingen Meldungen über schwere Schäden an Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Kirchen ein. Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.Das Beben der Stärke 7,8 traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Schultag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien statt – Glück im Unglück, denn zahlreiche Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte hielten sich gerade im Freien auf. Der Unterricht wurde in den betroffenen Gebieten ausgesetzt, ebenso die Arbeit in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen Erdstöße. „Ich dachte, es wäre mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten“, sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia lokalen Medien. „Es hat so heftig gebebt, dass ich mich kaum bewegen konnte.“ Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal sagte: „Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten.“Gebäude an einer Schule stürzt einAn einer Schule in der Provinz Davao del Sur stürzte nach Angaben der Schulleitung ein Gebäude ein. Verletzt wurde niemand. „Zum Glück fand gerade unsere Flaggenzeremonie statt und alle waren draußen“, sagte Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa. Das Gebäude sei bereits bei einem Erdbeben im Jahr 2019 beschädigt worden und sollte ohnehin abgerissen werden.US-Geologen registrierten zahlreiche Nachbeben. Nach Einschätzung der US-Erdbebenwarte USGS könnten an einigen Küstenabschnitten Wellen von bis zu drei Metern Höhe auftreten. Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklärte er. Er stehe in ständigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort. Die Bevölkerung rief er auf: „Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht.“ Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurücklassen müssten. Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring – einem gigantischen, hufeisenförmigen Vulkangürtel. Dort treten besonders häufig starke Erdbeben und Vulkanausbrüche auf, weil mehrere Erdplatten aneinanderstoßen.luwi/AFP/dpa/AP
Philippinen: Schweres Erdbeben lässt Gebäude einstürzen, Menschen in Panik – Tsunamiwellen - WELT
Vor der Südküste der Philippinen ereignet sich ein schweres Erdbeben. Mehrere Gebäude stürzen ein, Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen. Mindestens vier Menschen sterben.















