Bei dem schweren Erdbeben auf den Philippinen sind verschiedenen Behörden zufolge mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 129 weitere seien bei dem Beben der Stärke 7,8 verletzt worden, sagte der Direktor des philippinischen Zivilschutzes, Rod Sosmena, vor Journalisten. Er sprach von zwölf Todesopfern in drei Regionen, die meisten davon in der schwer betroffenen Stadt General Santos City. Der Katastrophenschutz bestätigte drei weitere Tote in der Provinz Davao Occidental. „Die Schadensbewertung und die Erfassung der Opfer dauern noch an“, sagte Sosmena weiter. So gebe es Berichte, dass Menschen in einer Schule eingeschlossen seien. „Aber wir haben noch keine genaue Zahl“, betonte er.Die Behörden auf den Philippinen und im benachbarten Indonesien sowie das US-Tsunami-Warnsystem gaben Tsunami-Warnungen heraus, Indonesien und das US-Warnzentrum haben die Warnung mittlerweile wieder aufgehoben. An der philippinischen Küste wurden Wellen von bis zu 1,4 Meter Höhe gemessen.Das Beben ereignete sich am Morgen um 7.37 Uhr (Ortszeit) vor der Küste der südphilippinischen Provinz Sarangani und erreichte nach Angaben des örtlichen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) eine Stärke von 7,8. Bewohner zahlreicher Küstenregionen wurden aufgefordert, sich umgehend in höher gelegene Gebiete zu begeben. Zunächst hatte die US-Erdbebenwarte USGS die Stärke auf 8,2 beziffert, dies aber später ebenfalls auf 7,8 korrigiert. Demnach fand das Beben in einer relativ geringen Tiefe von 55 Kilometern statt. USGS zufolge gab es auch zahlreiche, teilweise starke Nachbeben.Das Beben war auch in Indonesien deutlich zu spüren, speziell auf der Insel Sulawesi. Mindanao und Sulawesi liegen nicht weit voneinander entfernt. Japan warnte für einige Landesteile entlang des Pazifiks ebenfalls vor möglichen Flutwellen. Phivolcs-Direktor Teresito Bacolcol erklärte, dass die Behörde bisher keine Meldungen über hohe Wellen nach der Tsunami-Warnung erhalten habe. Die Behörde wollte die Lage aber noch mehrere Stunden überwachen.Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. ordnete am Morgen umgehend Hilfs- und Schutzmaßnahmen an und rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. „Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht“, erklärte Marcos in einer Mitteilung. Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurücklassen müssten.Der Präsident betonte, die Regierung habe alle zuständigen Behörden angewiesen, sofort zu handeln. Er ordnete außerdem die Aussetzung des Unterrichts auf allen Bildungsstufen in den betroffenen Gebieten Mindanaos an. „Die Sicherheit unserer Kinder hat oberste Priorität“, sagte er.Die Region liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gürtel intensiver tektonischer Aktivität rund um den Pazifik, in dem besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche auftreten.
Erdbeben auf den Philippinen: Viele Tote und Verletzte - Tsunami-Warnungen aufgehoben
Das Beben war auch in Indonesien deutlich zu spüren. Tsunami-Warnungen wurden zum Teil wieder aufgehoben.











