Stand: 05.06.2026 • 18:11 Uhr
Im Bemühen um ein Kriegsende hat der ukrainische Präsident Selenskyj Kremlchef Putin ein direktes Treffen vorgeschlagen. In Europa wird die Initiative positiv aufgenommen. Putin hat jedoch kein Interesse.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorschlag des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj für ein Treffen abgelehnt. In einer Rede bei einem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte Putin, er sehe "keinen Sinn" in einem Treffen.
Zudem kritisierte Putin den offenen Brief Selenskyjs, in dem dieser das Gespräch vorschlug. "Ist das ein Weg, um Konditionen für persönliche Treffen und Gespräche zu schaffen, oder ein Umfeld zu schaffen, das jegliche persönliche Treffen unmöglich macht?", fragte Putin. "Ich glaube, es ist Letzteres." Das Schreiben enthalte zudem "Elemente von Unverschämtheit", erklärte Putin. Die beste Antwort auf den Brief sei ein Aufruf an das russische Militär: "An die Arbeit, Brüder!"
Angesichts stockender Friedensbemühungen hatte Selenskyj in einem offenen Brief an Putin ein persönliches Treffen vorgeschlagen. Als möglichen Veranstaltungsort nannte er die Schweiz, die Türkei oder einen arabischen Staat. An den Gesprächen sollten demnach auch Vertreter Europas und der USA als mögliche Garanten beteiligt werden.











