Die Affäre um den gescheiterten Berliner Digital-Staatssekretär Matthias Hundt zieht weitere Kreise. Laut Medienberichten gab Hundt nach seiner Entlassung den Dienstwagen des Senats nicht zurück. Mitarbeitende des Berliner Senats mussten das Fahrzeug eigens abholen und nach Berlin überführen, berichteten Medien am Freitag unter Berufung auf übereinstimmende Angaben aus Senatskreisen. Hundt selbst bestreitet den Vorwurf – lässt laut dem Bericht aber die zentrale Frage unbeantwortet.

Der gebürtige Dresdner war Mitte März 2026 von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner zum Staatssekretär für Digitalisierung, Verwaltungsmodernisierung und Chief Digital Officer ernannt worden. Nach nur 69 Tagen im Amt war er wieder weg: Hintergrund waren Recherchen von Berliner Zeitung, rbb24 und MDR Investigativ, die mehrere Insolvenzverfahren im Firmenumfeld Hundts offengelegt hatten. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts auf Insolvenzstraftaten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Trotz weniger Amtstage Übergangsgeld von 50.000 Euro

Die Rückgabe des Dienstwagens ist nicht das einzige Nachspiel des kurzlebigen Gastspiels. Wie zuvor berichtet, erhält Hundt trotz seiner wenigen Amtstage ein Übergangsgeld von rund 50.000 Euro – weil das gesetzlich vorgeschriebene Minimum sechs Monate beträgt. Ursprünglich hatte die Senatskanzlei die Summe mit rund 72.000 Euro beziffert und sie erst auf Nachfrage nach unten korrigiert.