Jackie Morrison hat dem US-Fernsehsender CBS gesagt , was offensichtlich viele ihrer Nachbarn denken: »Wir wollen die hier nicht. Auf keinen Fall.« Die Rede ist von Rechenzentren. Im kalifornischen Monterey Park, mitten im Los Angeles County, hat sich die Mehrheit der Bürger gegen die Ansiedlung solcher Serverfarmen in ihrer Stadt ausgesprochen.Meldungen verschiedener US-Medien zufolge fiel das Ergebnis einer entsprechenden »Special Election«, einer Art lokaler Volksabstimmung, eindeutig aus. Behördenangaben zufolge haben bei der Abstimmung am Dienstag gut 86 Prozent der Menschen, die ihre Stimme abgegeben haben, für einen solchen Bann votiert . Von den rund 60.000 Einwohnern von Monterey Park hätten aber nur etwa 7600 überhaupt mitgemacht.Bisher einmalig ist der Fall, weil das Verbot von Rechenzentren diesmal nicht mit juristischen Mitteln durchgesetzt wurde, sondern durch eine Volksabstimmung. Die einzige Möglichkeit, den Beschluss umzukehren, wäre es nun, eine neuerliche Abstimmung in die Wege zu leiten, erklärt die »Los Angeles Times« .
Der Widerstand der NimbysDie ambitionierten Pläne der Techfirmen, Rechenkapazitäten auszubauen, um den KI-Boom anzufeuern, stoßen immer häufiger auf Widerstand. Anwohner geplanter Anlagen fürchten Umweltverschmutzung sowie Engpässe für die eigene Versorgung aufgrund des hohen Energie- und Wasserbedarfs der oft gewaltigen Computeranlagen.









