Natalie Rickli will zurück auf die nationale Bühne und prüft eine StänderatskandidaturDie Zürcher SVP-Politikerin möchte wieder ins Bundeshaus – obwohl sie bereits angekündigt hat, erneut für den Regierungsrat anzutreten. Was steckt hinter dem Schritt?04.06.2026, 17.18 Uhr2 LeseminutenHat Natalie Rickli genug von ihrem Amt als Regierungsrätin? Im Bild: Rickli während der Präsentation ihres Porträts für die Zürcher Ahnengalerie.KeystoneEigentlich war alles klar. «Natalie Rickli kandidiert erneut als Regierungsrätin.» So verkündete es die Zürcher SVP im März und lobte ihre Gesundheitsdirektorin über den grünen Klee. Sie führe eine der anspruchsvollsten Direktionen in einer für das Gesundheitswesen herausfordernden Zeit «besonnen und gradlinig». Die SVP sei überzeugt, dass Rickli ihre erfolgreiche Arbeit im Regierungsrat fortsetzen und den Kanton Zürich weiterhin «mit Weitsicht und Engagement» mitgestalten werde.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Doch nun, zweieinhalb Monate später, tönt es plötzlich ganz anders. Am selben Tag, als Daniel Jositsch seinen Austritt aus der SP bekanntgegeben hat, sagt Rickli zu den Tamedia-Zeitungen: «Ich prüfe eine Ständeratskandidatur.» Ihre Partei habe sie bereits über den Schritt informiert. In der Folge würde sie ihre Kandidatur für die Kantonsregierung, der sie seit 2019 angehört, zurückziehen.Hält Rickli tatsächlich an ihrer Kandidatur für den Ständerat fest, wäre dies eine grosse Überraschung – und ein noch grösseres Risiko. Gelänge ihr die Wahl nicht, stünde das SVP-Aushängeschild gänzlich ohne Amt da. Zudem müsste ihre Partei neben dem Nationalrat Martin Hübscher eine weitere neue Kandidatur für den Zürcher Regierungsrat aufbauen.So oder so dürfte das Ständeratsrennen 2027 spannend wie nie werden. Daniel Jositsch tritt als Bisheriger nun parteilos an. Die SP wird wohl mit ihrem Schwergewicht Jacqueline Badran in den Ring steigen. GLP-Frau Tiana Moser hat als Bisherige einen Bonus. Bei der FDP ist unter anderem die Nationalrätin Bettina Balmer als Kandidatin im Gespräch. Das Bewerberfeld ist also dicht, Ricklis Wahl wäre alles andere als sicher.Denkbare Gründe für Ricklis Vorpreschen gibt es mehrere. Zum einen werden ihr schon lange Ambitionen für höhere Weihen in Bern nachgesagt, bis hin zum Bundesratsamt. Eine Wahl in den Ständerat wäre eine Rückkehr zu ihrer alten Wirkungsstätte, mit der sie als frühere Nationalrätin manchen Erfolg verbindet. Sie könnte mit dem Schritt auch elegant dem Amt als Gesundheitsdirektorin entfliehen, das zuletzt vor allem wegen der Querelen rund um den Fall Maisano am Unispital Zürich für negative Presse gesorgt hatte.Der Zürcher SVP-Präsident Domenik Ledergerber sagt in den Tamedia-Zeitungen zu Ricklis Interesse: «Unser Ziel ist es, eine starke Kandidatur ins Ständeratsrennen zu schicken. Natalie Rickli wäre eine solche.» Als Alternative wurde zuvor etwa die Nationalrätin Nina Fehr Düsel genannt.Passend zum Artikel
Natalie Rickli prüft überraschend eine Ständeratskandidatur
Die Zürcher SVP-Politikerin möchte wieder ins Bundeshaus – obwohl sie bereits angekündigt hat, erneut für den Regierungsrat anzutreten. Was steckt hinter dem Schritt?







