Nach einigem hin und her hat die Partei entschieden, wer für die SVP in den Wahlkampf um Sitze in der Zürcher Regierung ziehen soll.16.06.2026, 21.48 Uhr2 LeseminutenSoll wieder für die SVP in den Regierungsrat: Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli.KEYSTONEDie Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) hat jüngst mit Aussagen über ihre politische Zukunft für Verwirrung gesorgt. Sie prüfe eine Kandidatur für den Ständerat, sagte sie sie zu den Tamedia-Zeitungen - nur um wenig später in einem Video auf Linkedin zu erklären, sie wolle in der Zürcher Regierung bleiben.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Nun hat die Parteileitung der Zürcher SVP offiziell entschieden, dass sie Rickli für das Rennen um die Regierungratswahlen im Frühling 2027 vorschlagen wollen. Ebenfalls vorgeschlagen wird der Nationalrat Martin Hübscher, wie die Partei am Dienstagabend bekanntgegeben hat. Die Delegierten der SVP werden im Juli entscheiden.Für Rickli wäre es die dritte Amtszeit. «Ich bin sehr motiviert, mich weiterhin als Regierungsrätin für die Zürcher Bevölkerung und für einen leistungsfähigen Kanton mit einer hohen Lebensqualität einzusetzen», wird sie in der Mitteilung der Partei zitiert.Ihr Fernziel dürfte der Bundesrat sein. Mutmasslich deshalb hat sie auf dem Weg zur erneuten Kandidatur für den Regierungsrat einen Schlenker gemacht.Obwohl die Entscheidungsfreudigkeit der Regierungsrätin für Irritationen gesorgt hat, dürfte Rickli im Regierungsrats-Wahlkampf gute Chancen haben. Rickli ist bekannt und in der Bevölkerung beliebt, bei den letzten Regierungsratswahlen holte sie das zweitbeste Resultat. Als Bisherige hat sie ohnehin einen grossen Vorteil im Wahlkampf.Hübscher soll Stocker beerbenAuch die zweite Nomination der SVP, Martin Hübscher, folgt auf einiges Zweifeln und Zögern. Erst sagte Hübscher, dass er für eine Kandidatur bereitstehe, danach kündigte er an, er sei noch am überlegen – doch schliesslich stand fest: Hübscher will. Er wolle sich als Regierungsrat für einen starken Wirtschaftsstandort, gesunde Staatsfinanzen und eine hohe Lebensqualität im Kanton Zürich einsetzen, wie er in der Mitteilung der Partei zitiert wird. «Dafür bringe ich meine Erfahrung aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft ein.»Hübscher politisiert seit 2023 im Nationalrat und wurde so bekannt. Zuvor führte er acht Jahre lang die Fraktion der SVP im Zürcher Kantonsrat, seit kurzem ist er Teil der Parteileitung der Zürcher SVP.Hübscher ist von Beruf Landwirt, 57 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau auf seinem Hof in Bertschikon bei Wiesendangen. Hübscher galt bereits bei den Wahlen vor vier Jahren als Favorit, damals sagte er aber ab – der Zeitpunkt passe nicht.Hübscher soll die Nachfolge von Regierungsrat Ernst Stocker antreten, der kommendes Jahr nach 16 Jahren im Regierungsrat auf eine weitere Amtszeit verzichtet.Die Parteileitung der SVP Zürich zeigt sich in der Mitteilung erfreut über die beiden Nominationen. Sowohl Rickli als auch Hübscher würden für eine «bürgerliche Politik stehen, welche die Interessen der Zürcher Bevölkerung konsequent ins Zentrum stellen», wie Präsident Domenik Ledergerber zitiert wird.Passend zum Artikel
Zürich: Natalie Rickli und Martin Hübscher sollen für SVP in den Regierungsrat
Nach einigem hin und her hat die Partei entschieden, wer für die SVP in den Wahlkampf um Sitze in der Zürcher Regierung ziehen soll.






