Investorensorgen über außerbörsliche Anlagen ziehen beim Vermögensverwalter Partners Group weitere Kreise. Am Donnerstag teilte das Schweizer Unternehmen mit, dass die Anleger bei einem zweiten Milliardenfonds in großem Stil Geld abziehen wollen. Bei einem in den USA aufgelegten 16-Milliarden-Dollar-Vehikel sieht sich Partners Group mit Rücknahmeanträgen im Umfang von 6 Prozent des Fondsvolumens konfrontiert. Zwei mit der Situation vertrauten Personen zufolge steht die Gesellschaft kurz davor, die Rückzahlungen zu begrenzen. Partners Group erklärte, das genaue Volumen der Rücknahmen werde bis Ende Juli bestimmt.Am Vortag hatte die Gesellschaft bereits die Rücknahme von Anteilen beim 8,6 Milliarden Dollar schweren „Partners Group Global Value Sicav“-Fonds auf 5 Prozent eingeschränkt. Bei dem Fonds erreichten die Rückzugsanträge für das zweite Quartal rund 9,8 Prozent des Fondswertes. Da der Fonds eine vertragliche Liquiditätsgrenze von 5 Prozent pro Quartal vorsehe, werde diese nun angewendet, um die Auszahlungen zu begrenzen, hieß es.
Dies löste bei der eigenen Aktie einen Kurssturz von 16 Prozent aus und setzte auch die Titel europäischer Konkurrenten wie EQT, CVC Capital Partners und Bridgepoint aus Europa sowie die amerikanischen Blackstone, KKR, TPG und Ares Management unter Druck. Mit einem Plus von 3 Prozent machten die Titel am Donnerstag einen kleinen Teil der Einbußen wieder wett.Zuvor hatte Partners Group seine Wachstumsprognose bestätigt. So rechnet das Unternehmen aus Zug 2026 mit Neugeldern von brutto 26 bis 32 Milliarden Dollar. Bei den sogenannten Evergreen-Produkten, die im Gegensatz zu klassischen geschlossenen Private-Equity-Fonds regelmäßige Rückgaben ermöglichen, erwarte das Unternehmen für das erste Halbjahr 2026, dass die Neugelder die Abflüsse übersteigen. Für das zweite Halbjahr 2026 rechne das Unternehmen jedoch damit, dass das Wachstum des verwalteten Vermögens durch die Entwicklungen bei den Evergreen-Fonds um ein bis 2 Prozent gebremst werden könnte. Ein ähnlicher Effekt werde für das Gesamtjahr 2027 erwartet.










