Sowjetische Avantgardekunst in Athen: Neuer Mensch in neuen Welten
Wenig wäre über die sowjetische Avantgarde bekannt ohne die Sammlung von George Costakis. Die visionäre Kunst ist nun in der Nationalgalerie Athen zu sehen.
Die biomorphe Abstraktion des Boris Ender (St. Petersburg 1893–Moskau 1960): „Movement of Organic form (recto)“, 1919
MOMUS-Museum of Modern Art-Costakis Collection, Inv. no 13.78-8 recto
Vor dreißig Jahren erregte eine Ausstellung in der Athener Nationalgalerie Aufsehen. Erstmals war die Sammlung frühsowjetischer Avantgardekunst von George Costakis im Mutterland des Sammlers zu sehen, nachdem sie Jahre zuvor bereits auszugsweise in Düsseldorf und im Guggenheim Museum New York gezeigt worden war. Bald nach der Athener Ausstellung engagierte sich der griechische Staat, bei der nationalen Ehre gepackt, dafür, die private Sammlung dauerhaft im Land zu halten. Es kam zum Ankauf für die nicht ganz geringe Summe von (umgerechnet) 33,5 Millionen Dollar. Und es entspann sich ein Streit, wo die Sammlung verbleiben sollte. Thessaloniki, nicht Athen erhielt schließlich den Zuschlag und ein eigenes Museum.






