Der ostdeutsche Schiffbau hat seit dem Ende der DDR einen der radikalsten Strukturumbrüche der deutschen Industriegeschichte erlebt. Das DDR-Kombinat Schiffbau hatte bis 1990 etwa 55.000 Beschäftigte. 1993, am Ende der großen Privatisierungswelle durch die Treuhand, arbeiteten auf den verbliebenen Ostseeküsten-Werften nur noch rund 14.200 Mitarbeiter.

Veranstaltung nimmt Zeit nach 1990 in den Fokus

Schuld war daran nicht die Treuhandpolitik allein, aber sie spielte eine große Rolle bei dieser Entwicklung. Anstatt marode Betriebe staatlich zu stützen und über Jahre behutsam zu restrukturieren, hatte die Treuhand nach der Wende im Eiltempo nach westdeutschen oder internationalen Investoren gesucht. Werften wurden teils unter Wert abgegeben oder an Eigner vermittelt, die Zusagen nicht einhielten.

Militär

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