Eine blamable Niederlage, eine große Enttäuschung: Deutschlands Bewerbung um einen nicht ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat ist gescheitert. Deutsche Politiker reagieren scharf – und suchen Schuldige.
03.06.2026, 20.08 Uhr
Außenminister Johann Wadephul bei einem Pressestatement vor Beginn der Generalversammlung
Österreich und Portugal feiern in New York ihren Einzug in den mächtigen Uno-Sicherheitsrat – und in Deutschland ist die Stimmung gedrückt: Das Land wird 2027 und 2028 keinen der nichtständigen Sitze übernehmen . Während Bundeskanzler Friedrich Merz den erfolgreichen Mitbewerbern gratulierte und versicherte, Deutschland sei weiterhin »ein verlässlicher Stützpfeiler« der Vereinten Nationen, sehen einige Politiker die Schuld für die Niederlage klar beim Bundeskanzler – und zwar nicht nur die Opposition.
»Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul«, erklärte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger. Die Bundesregierung habe »viel zu wenig getan, um diese Kandidatur mit modernen Ideen zu hinterlegen«.










