In die breite Öffentlichkeit rückte Marco Grote erstmals beim 1. FC Union Berlin. Eigentlich war er dort Trainer der U19-Mannschaft, doch gemeinsam mit Co-Trainerin Marie-Louise Eta übernahm er nach den Trennungen von Urs Fischer und Nenad Bjelica jeweils interimsweise das Bundesliga-Team und sicherte den Klassenerhalt.Dabei hatte der gebürtige Bremer zuvor bereits mehrere Stationen sowohl als Spieler als auch als Trainer durchlaufen. Nach seiner aktiven Laufbahn beim SV Werder Bremen, beim FC Bremerhaven, beim VfB Oldenburg und beim Hamburger SV, betreute er ab 2008 im Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen verschiedene Jugendmannschaften. In der Saison 2020/21 trainierte er dann das Männerteam des damaligen Zweitligisten VfL Osnabrück als Cheftrainer. Anfang 2022 trainierte er nur einen Monat den griechischen Erstligisten Apollon Smyrnis und anschließend landete er, wie eingangs erwähnt, bei Union Berlin.

Wertvolle Erfahrungen im Männer- und Profibereich gesammelt

Nachdem sein Engagement bei den Eisernen Anfang zum Ende der Saison 2024/25 vorbei war, folgte eine längere Pause, die nun beendet ist. Grote übernimmt nämlich das Traineramt beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena, wie am Montag (1. Juni) verkündet wurde. Sein Vorgänger Volkan Uluc hatte in der Rückrunde angekündigt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Unter dem 56-Jährigen verpasste Jena nach einer starken Saison nur aufgrund des um fünf Treffer schlechteren Torverhältnisses den Staffelsieg und die damit verbundenen Relegationsspiele zur 3. Liga.Mit der Verpflichtung Grotes werden in Jena nun Erwartungen geweckt, dass der frühere Union-Feuerwehrmann, der die Eisernen vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga rettete, den Verein in die 3. Liga führen kann. „Marco bringt viel Erfahrung mit, hat auf höchstem Niveau viele Jahre im Nachwuchs gearbeitet und zudem auch sehr wertvolle Erfahrungen im Männer- und Profibereich in der 1. und 2. Bundesliga sammeln dürfen. Damit entspricht er exakt dem von uns gesuchten Trainerprofil. Hinzu kommt die spürbare Vorfreude auf die Aufgabe in Jena, die Marco in den persönlichen Gesprächen ausgestrahlt hat“, begründet FCC-Sportdirektor Miroslav Jovic die Wahl des Bremers auf der Homepages des Vereins.Dass Grote nach der Arbeit von Uluc und dessen Vorgängern auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld in große Fußstapfen tritt, ist ihm durchaus bewusst. „Das ist ja ein großer Traditionsclub mit großen Trainernamen wie Frank Neubert, Hans Meyer oder Wolfgang Frank“, zählt der 53-Jährige in einem ersten Interview mit seinem neuen Arbeitgeber ehrfürchtig auf.