Steffen Baumgart musste fünf Spieltage vor Saisonende gehen, Marie-Louise Eta übernahm das Amt des Cheftrainers der Männermannschaft beim 1. FC Union Berlin interimsweise und wird in der neuen Saison für die Frauenmannschaft in der Bundesliga verantwortlich sein. Baumgart und Eta aber haben jeweils schon ein Stück von dem umgesetzt, wie man sich in Köpenick den sportlichen Weg künftig vorstellt: Sie haben vermehrt junge Spieler aufgestellt und für einen offensiveren Fußball zuletzt sogar am fast schon heiligen System der Fünferkette gerüttelt.

Zwei wichtige Aufträge für neuen Union-Trainer

Am 1. Juli dieses Jahres wird ein neuer Cheftrainer bei den Männern nicht einfach die Nachfolge seiner Vorgänger antreten, sondern bekommt gleich zwei wichtige Aufträge für seine Aufgabe: Der Fußball soll zwar weiter eisern, aber offensiver ausgerichtet sein und der eigene Nachwuchs soll noch stärker bei den Profis eingebunden werden. Aber eben nicht nur, wie im Fall von Linus Güther geschehen, um zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler aller Zeiten zu werden, sondern auch, um aktiv am Spiel seiner Mannschaft teilzunehmen.

Damit die Talente ihr ganzes Potenzial ausschöpfen können, helfe es nicht, wie im Fall Güther in seinen Minuten bei der 1:3-Niederlage in Heidenheim zu sehen war, wenn die Bälle andauernd nur hoch nach vorne und somit über ihn hinweggeschlagen würden. „Dafür muss ich einen anderen Fußball spielen, und das ist auch ein Thema in den Gesprächen mit den Trainerkandidaten“, sagte Präsident Dirk Zingler in einer Medienrunde vor der Mitgliederversammlung.