Ukraine hat laut Selenskyj Ölterminal nahe Sankt Petersburg angegriffenDie Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Ölterminal in Sankt Petersburg angegriffen. ⁠Zudem sei eine Rüstungsfabrik in der russischen Oblast Tambow beschossen worden. Tambow liegt südlich von Moskau. Am Rande der russischen Metropole seien Reportern der Nachrichtenagentur Reuters zufolge dichte graue Rauchwolken ⁠zu sehen. Dem Gouverneur von Sankt Petersburg, Alexander Belgow, zufolge wurden nicht näher bezeichnete „Infrastrukturobjekte“ in drei Bezirken der Stadt getroffen.Zuvor hatte Russland den Abschuss mehrerer Drohnen über dem Gebiet Leningrad und im Anflug auf Moskau gemeldet. In der Region im Nordwesten des Landes seien drei Drohnen abgeschossen worden, teilte Gouverneur Alexander Drosdenko im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken wurden demnach beschädigt und mehrere Menschen verletzt. Weitere 13 Drohnen ‌habe die Luftabwehr vor ‌der Hauptstadt abgefangen, erklärt der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Am Petersburger Flughafen Pulkowo wurde zudem der Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt, wie die ​Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. In der Stadt ⁠beginnt in Kürze das Internationale Wirtschaftsforum mit Kremlchef Wladimir Putin. Auch aus Deutschland werden Unternehmer und Politiker vor Ort sein.Russland meldet mehrere Tote bei Angriff auf Bus in DonezkBei einem Drohnenangriff ⁠im russisch kontrollierten Teil des ostukrainischen Gebiets Donezk werden nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der ‌zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei, teilt der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst ‌Telegram mit.Uli PutzRussland: Gebäude bei Drohnenangriff auf Mitschurinsk beschädigtBei ⁠einem Drohnenangriff auf die Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow werden nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow unter anderem Nebengebäude einer Industrieanlage, ein Wohnhaus ‌und eine Bibliothek beschädigt. Verletzte gebe es nicht, teilt er auf Telegram mit.Uli PutzRussland verhängt Einreiseverbote gegen britische JournalistenRussland verhängt ein ‌Einreiseverbot gegen fünf britische Staatsbürger, darunter zwei bekannte Journalisten. Der Schritt sei eine ‌Antwort auf ‌die „provokante antirussische Rhetorik britischer Regierungsvertreter, die Verbreitung von Unterstellungen gegen Russland und konkrete ​Schritte Londons zur Belieferung ⁠des Kiewer Regimes mit Waffen“, teilt das Außenministerium in Moskau ​auf seiner Internetseite mit. Betroffen von ⁠der Maßnahme seien ‌die auf Russland spezialisierte Investigativjournalistin der „Washington Post“, Catherine Belton, sowie der Korrespondent ⁠für Sicherheitsthemen der britischen ⁠Zeitung „The i“, Richard Holmes. Holmes ⁠ist ​für ⁠seine Recherchen ausgezeichnet worden und ​war Finalist für den Pulitzer-Preis. ‌Auf der Sanktionsliste stehen zudem Vertreter aus ​einer Denkfabrik sowie ​aus Unternehmen.Uli PutzKraftstoffausgabe im russisch besetzten Luhansk begrenztNach der Einführung von Benzin- und Diesel-Limits auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim müssen sich nun auch die Menschen im besetzten ukrainischen Gebiet Luhansk auf eine begrenzte Ausgabe von Kraftstoff einstellen. Bei den Marken AI-95 (entspricht Super in Europa) und AI-92 (Normal) sowie Diesel werde die Abgabe auf höchstens 20 Liter pro Person beschränkt, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Besatzungsbehörden.Begründet wurde der Schritt demnach mit den derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen. Es handele sich um vorübergehende Beschränkungen, hieß es weiter.Auf der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim war bereits am Wochenende eine vorübergehende Begrenzung für die Ausgabe von Benzin eingeführt worden. Die russische Regierung untersagte außerdem erstmals und zunächst bis Ende November die Ausfuhr von Kerosin. „Ziel des Beschlusses ist die Gewährleistung einer stabilen Lage auf dem Binnenmarkt für Treibstoffe“, hieß es in einer Mitteilung.Philipp von ReinersdorffSelenskyj warnt vor abermaligem russischen GroßangriffDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem abermaligen massiven russischen Luftschlag. „Unseren Geheimdienstinformationen zufolge könnte es heute ​Nacht zu einem weiteren großangelegten Angriff kommen“, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er fordert die Bevölkerung eindringlich auf, auf Luftalarme zu achten.Ukraine: Zahl der Toten nach russischen Angriffen steigtDie Zahl der Toten durch die jüngsten russischen Angriffe steigt nach ukrainischen Angaben auf 22. ​Zudem gebe es mehr als 100 Verletzte bei den Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen. Allein in Dnipro im Südosten des Landes seien 16 Menschen in der Nacht ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Bei dem abermaligen russischen Beschuss ⁠im Laufe des Tages seien zwei weitere Menschen verletzt worden.Merz fordert EU-Verhandlungen mit UkraineBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ​beim Empfang des ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Berlin gefordert, dass die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine beginnen sollen. „Wir verstehen, dass Budapest zunächst bilaterale Fragen klären will, wie etwa die ⁠Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine“, sagte Merz. „Das darf aber nicht zulasten der europäischen Unterstützung gehen und uns nicht von dem Ziel abbringen, die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine jetzt auch mit dem ersten Kapitel förmlich zu eröffnen“, fügte er hinzu. Gouverneur der Krim ruft angesichts von Benzinknappheit zu Ruhe aufDer von Russland eingesetzte Regierungschef der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, Sergej Axjonow, ​ruft die Bevölkerung angesichts von Benzinknappheit zu Geduld und Ruhe auf. Auf der Krim kommt es zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Lieferungen aus den angrenzenden, von Russland kontrollierten Gebieten eingeschränkt haben. Russland hatte die ⁠ukrainische Halbinsel bereits im Jahr 2014 annektiert.Zahl der Toten nach russischem Angriff steigt Nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine ist die Zahl der Toten in der südöstlichen ⁠Großstadt Dnipro auf elf gestiegen. Die Leichen eines achtjährigen Jungen und einer Frau seien aus den Trümmern eines zerstörten vierstöckigen Gebäudes geborgen worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleksandr Hanscha, mit. Unter den Todesopfern befinde sich auch ein dreijähriger Junge. ‌Zudem seien in Dnipro bei dem nächtlichen Angriff 37 Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden bei den russischen Luftangriffen den Behörden zufolge mindestens vier Menschen getötet. Selenskyj drängt abermals auf US-Unterstützung für Luftverteidigung Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den nächtlichen russischen Angriffen abermals auf Unterstützung der Vereinigten Staaten bei der Luftverteidigung gedrängt. In einem Post auf der Plattform X schrieb der ukrainische Präsident am Dienstagmorgen, mehr als 500 Einsatzkräfte des staatlichen Rettungsdienstes der Ukraine seien damit beschäftigt, die Folgen des Angriffs der vergangenen Nacht zu bewältigen. „Die Angriffe werden weitergehen“, schrieb Selenskyj weiter. Europa brauche eine eigene Raketenabwehr, um den Krieg zu beenden – gleichzeitig sei die Unterstützung der USA bei der Lieferung von Raketen für Patriot-Systeme absolut notwendig. „Wir zählen auf die Unterstützung unserer Partner und auf wirksame Reaktionen auf den heutigen Angriff.“Russland: Luftangriff war Reaktion auf ukrainische AngriffeRussland hat nach eigenen Angaben bei ⁠seinem schweren nächtlichen Luftangriff auf die Ukraine Ziele der Rüstungsindustrie unter Beschuss genommen. Dies sei eine Reaktion auf „Terroranschläge“ gewesen, teilt das Verteidigungsministerium unter Verweis auf ukrainische Angriffe mit. Alle anvisierten Ziele seien getroffen ‌und die Aufgaben des Angriffs erfüllt worden. Bei dem russischen Großangriff sind nach ukrainischen Angaben mindestens elf Menschen getötet und mehr als 100 verletzt sowie mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Die ‌Führung in Moskau hatte ‌mit „systematischen“ Angriffen auf Kiew gedroht als Reaktion auf einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet worden sein sollen. Die Ukraine bestreitet die russischen ​Vorwürfe. Ukrainische Drohnen setzen südrussische Raffinerie in BrandUkrainische Drohnen haben in der Nacht die Raffinerie Ilski im Süden Russlands beschädigt. In der Raffinerie, rund 50 Kilometer von der Millionenstadt Krasnodar entfernt, sei ein Feuer nach dem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte der Krisenstab der Region auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht, hieß es.Die Raffinerie ist eine der größten Ölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. Noch 2022, im ersten Jahr des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die benachbarte Ukraine, hatte die Raffinerie in Ilski laut Medienberichten eine Verarbeitungskapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Seither wurde die Anlage mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen und beschädigt. Kiew attackiert systematisch die russische Ölindustrie, um den angreifenden Truppen die Treibstoffversorgung und dem Kreml die Kriegsfinanzierung insgesamt zu erschweren. Philipp von ReinersdorffSelenskyj: „Operation Spinnennetz“ hat vieles verändertDie Ukraine hat Russland mit der vor einem Jahr begonnenen „Operation Pawutina (Spinnennetz)“ nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwer in Bedrängnis gebracht. „Diese Operation hat vieles verändert“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zu dieser Operation gehörten neben dem Einsatz neuer, weitreichender Drohnen gegen die russische Erdöl- und Militärindustrie auch gezielte und koordinierte Kommandoeinsätze hinter den feindlichen Linien. Weitere Details wollte Selenskyj nicht verraten.Vor allem werde das russische Militär durch sogenannte asymmetrische Kriegsführung getroffen. „Unsere Soldaten sind nun in der Lage, die russische Militärlogistik praktisch bis in die gesamte Tiefe des vorübergehend besetzten Gebiets zu treffen“, sagte Selenskyj. „Für den Besatzer gibt es im Süden und Osten unseres Landes praktisch keine sicheren Straßen mehr.“ Das Ergebnis seien Versorgungsengpässe in den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine sowie auf der Halbinsel Krim.Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten Drohnen entwickelt, die mehrere Tausend Kilometer tief auf russisches Staatsgebiet vordringen können. Vorrangige Ziele sind dabei Raffinerien sowie Fabriken, in denen Waffen und Munition entwickelt werden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software