Wadephuls wichtige WahlDeutschland will wieder mehr Gewicht in der Weltdiplomatie. Ob es so kommt, entscheidet heute die Vollversammlung der Vereinten Nationen. Dort werden einige der sogenannten nichtständigen Sitze im Uno-Sicherheitsrat für die kommenden zwei Jahre gewählt. Wer dabei ist, kann mitreden, wenn über globale Krisen verhandelt, über Friedensmissionen, Militäreinsätze und Sanktionen entschieden wird.
Außenminister Wadephul vor der Uno-Vollversammlung in New York
Die deutsche Bewerbung auf einen dieser Plätze ist eigentlich Routine. Alle acht Jahre drängt die Bundesrepublik in das mächtigste Gremium der Weltgemeinschaft, meist war die Wahl ein Selbstläufer. Dieses Mal ist das anders. Um zwei Sitze für westeuropäische Staaten rangeln drei Länder. Neben Deutschland sind auch Portugal und Österreich im Rennen. Und die sehen gar nicht ein, dem großen Konkurrenten das Feld zu überlassen.Mein Kollege Christoph Schult weiß, wie intensiv CDU-Außenminister Johann Wadephul und seine Leute in New York bis zur letzten Minute um Stimmen werben. Dabei geht es nicht nur um inhaltliche Überzeugungsarbeit, sondern auch um Tauschgeschäfte nach dem Motto: Wenn ihr uns hier helft, unterstützen wir euch woanders. Am Ende braucht Deutschland eine Zweidrittelmehrheit der 193 Uno-Staaten.











