Forschende glauben, einen besseren Weg zur Gewinnung von Lithium gefunden zu haben. Das Grundmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, ohne das die meisten Elektrofahrzeuge und Energiespeichersysteme nicht arbeiten könnten, wird derzeit weder besonders umweltfreundlich noch kostengünstig abgebaut. Das neue Verfahren, das unter anderem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde, soll von einem Startup namens Rock Zero in die Praxis umgesetzt werden. Das Paper dazu erschien soeben im Fachjournal „Science“.Anzeige

Hoher Landverbrauch, geografisch begrenzt – Lithium-Abbau mit Hürden

„Wir glauben, dass dies bei entsprechender Skalierung die kostengünstigste Methode zur Gewinnung von Lithium weltweit werden wird“, sagt Yet-Ming Chiang, einer der Autoren der Studie, der als MIT-Professor und Serienunternehmer schon hinter Climate-Tech-Firmen wie Form Energy und Addis Energy stand. Der derzeit wirtschaftlichste Weg, an Lithium zu gelangen, ist die Gewinnung aus Sole – also salzhaltigem Wasser, das das Metall im Laufe von Jahrtausenden aus Gestein gelöst hat. Dieses Verfahren ist jedoch geografisch eingeschränkt und verbraucht derzeit riesige Landflächen für große Verdunstungsbecken. Die deshalb gängigere Methode ist das sogenannte Hartgestein-Verfahren, bei dem große Erzvorkommen aus der Lagerstätte herausgesprengt, stark erhitzt und unter Einsatz gesundheitsgefährdender Chemikalien verarbeitet werden.