PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTSkin Picking und Trichotillomanie: Wenn der eigene Körper zum Stressventil wirdStand: 08:11 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/dpa-tmn/Christin KloseWarum können manche Menschen nicht aufhören, an ihrer Haut zu kratzen oder sich Haare auszureißen und was steckt hinter Skin Picking und Trichotillomanie? Eine Psychologin erklärt, wie die Erkrankungen entstehen, welche Rolle Stress und Gefühle spielen und weshalb frühe Hilfe wichtig ist.Außerdem beantworten wir die Frage: Woran erkennt man wirklich gutes Olivenöl?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Viele Menschen kauen gelegentlich an den Nägeln, drücken Pickel aus oder zupfen an den Haaren. Doch bei manchen Betroffenen entwickeln sich daraus sogenannte körperbezogene repetitive Verhaltensstörungen – etwa Skin Picking oder Trichotillomanie. Die Verhaltensweisen treten immer wieder auf, lassen sich kaum kontrollieren und verursachen körperliche Schäden. In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie Skin Picking und Trichotillomanie entstehen, warum Betroffene ihr Verhalten oft kaum kontrollieren können und weshalb diese Erkrankungen meist mit Scham verbunden sind. Zu Gast ist die Psychologin Christina Gallinat. Wenn aus Gewohnheiten Erkrankungen werdenSkin Picking beschreibt das wiederholte Bearbeiten der eigenen Haut, etwa durch Kratzen oder Drücken. Bei der Trichotillomanie reißen sich Betroffene immer wieder Haare aus, häufig an Kopfhaut, Wimpern oder Augenbrauen.Die Verhaltensweisen treten oft automatisch auf, zum Beispiel beim Fernsehen, Arbeiten oder Autofahren. Mit der Zeit können sie sich dann so stark verfestigen, dass Betroffene sie kaum noch kontrollieren können und körperliche Schäden entstehen.Warum Stress und Gefühle eine große Rolle spielenViele Betroffene berichten, dass Stress, innere Anspannung oder starke Gefühle das Verhalten verstärken können. Kurzfristig entsteht durch das Kratzen oder Zupfen aber häufig ein Gefühl der Erleichterung.Danach folgen jedoch oft Scham, Schuldgefühle oder Frust. Viele versuchen deshalb lange, das Verhalten alleine in den Griff zu bekommen und ziehen sich aus Angst vor den Reaktionen anderer zurück.Welche Hilfe Betroffenen helfen kannOft dauert es Jahre, bis sich Betroffene professionelle Hilfe suchen. Häufig entsteht das Gefühl, sich einfach nur „mehr zusammenreißen“ zu müssen. Genau das kann den Leidensdruck zusätzlich verstärken.Frühe Unterstützung kann jedoch entscheidend sein. Besonders die kognitive Verhaltenstherapie gilt derzeit als wichtige Behandlungsmethode. Dabei geht es unter anderem darum, die Erkrankung besser zu verstehen und neue Strategien im Umgang mit Stress und Anspannung zu entwickeln. Auch im Umfeld der Betroffenen spielt Verständnis eine wichtige Rolle, zusätzlicher Druck hilft meist nicht weiter.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.