(SZ) Jeder, der auch nur eine kurze Zeit in Hamburg verbracht hat, wird zu einer Fünf-Sterne-Bewertung dieser einzigartigen Stadt Ja sagen. Alles ist schön an Hamburg, denn in ihm ist von jeder deutschen Großstadt ein molekularer Anteil enthalten: die kalte Schönheit Münchens, die behagliche Langatmigkeit Stuttgarts, die augenzwinkernde Unordentlichkeit Kölns, die fröhliche Hoffnungslosigkeit des Ruhrgebiets. Dazu kommen noch ein paar genuin Hamburger Anteile, zum Beispiel die groteske Unerschwinglichkeit Altonas, die hohe Erbengenerationendichte Harvestehudes und die Sternschanzenhaftigkeit der Sternschanze. In Hamburg ist für jeden etwas dabei, und vermutlich ist das auch der Grund, warum der dortige Bürgermeister Peter Tschentscher sich für die Olympiabewerbung seiner Stadt ins Zeug gelegt hat - kräftig unterstützt vom Piz-Buin-Lächeln der Blankeneser Mode- und Versandhaus-Aristokratie.
Das Streiflicht: Hamburg, Stadt des kühlen Neins
Hamburg will Olympia nicht: Hat das Nein an der Elbe eine kulturgeschichtliche Tradition? Das Streiflicht
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