Hamburgs Bevölkerung hat überraschend Nein zu Olympia gesagt. Ist das ein schlechtes Signal über die Stadt hinaus? Ein Pro und Contra.
W ährend bei Volksabstimmungen in der Rhein-Ruhr-Region und in München ein positives Votum herauskam, hat die Mehrheit der HamburgerInnen, die zur Wahl gingen, die rote Karte gezeigt. Ist das doof?
Ja!
Denn eine große internationale Veranstaltung wie die Olympischen Spiele, die von Milliarden Menschen beachtet wird, könnte Deutschland helfen, aus dem Stimmungstief zu kommen. Sie wäre ein Programm gegen die um sich greifende Verzagtheit, das Gemeckere, gegen das von vielen geäußerter Gefühl: Es geht alles den Bach herunter.
Es lohnt sich kaum, noch einmal aufzuzählen, was alles nicht läuft oder lief: Großprojekte wie Stuttgart 21 oder der Berliner Flughafen BER, die sich ewig verzögern und den Kostenrahmen sprengen; die Bahn, die ihren guten Ruf im Privatisierungswahn gründlich vergeigt hat; das Wirtschaftsmodell mit billigem Gas aus Russland und China als Exportmarkt perdu; bei der IT abgehängt.













