Erstmals beteiligt sich die Unimedizin Greifswald an einer Mission im Weltraum. An Bord der ersten kommerziell betriebenen Raumstation HAVEN-1 sollen 2027 Experimente zur Knochenbildung in der Schwerelosigkeit stattfinden.
Wie die Universität Greifswald mitteilte, untersucht ein Forschungsteam der Unimedizin gemeinsam mit der Hochschule Stralsund, wie sich die Kommunikation von Knochenzellen unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit verändert. „Das ist Hightech!“, sagte Karlhans Endlich, wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Greifswald. „Ohne jede Übertreibung ist dies ein Meilenstein für die Unimedizin und für Vorpommern. Mit der Teilnahme an der ersten Mission auf der HAVEN-1 sind wir nun echte Weltraumpioniere.“
Astronauten verlieren während längerer Aufenthalte im All erhebliche Mengen an Knochenmasse. Hintergrund ist das sogenannte Mechanostat-Prinzip: Knochenzellen bauen bei Belastung neue Masse auf, bei fehlender Belastung setzt ein Abbau ein. Untersucht werden zwei Zelltypen – Osteozyten als Sensoren für Belastung und Osteoblasten, die neuen Knochen bilden.
Weltraummedizin
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