Hamburgs Olympia-Abstimmung scheiterte nicht an der fehlenden Sportbegeisterung in der Stadt. Sondern an einem Irrtum, dem Senat und Unternehmer aufgesessen sind.
1. Juni 2026, 18:42 Uhr
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) spricht nach Bekanntwerden der Ergebnisse zum Referendum über Hamburgs Olympia-Bewerbung im Rathaus zu Vertretern der Presse.
© Gregor Fischer/picture-alliance/dpa
Ein paar Tage vor der Abstimmung am Sonntag tauchte sein sonnenbebrilltes Schlapphut-Konterfei plötzlich überall in der Stadt auf. »Olympia? Cooles Ding«, stand auf den Udo-Lindenberg-Plakaten, die Teil der millionenschweren Pro-Olympia-Kampagne von Senat, Wirtschaft und Sportverbänden waren. Offenbar sollte Hamburgs berühmtester Rockstar der Kampagne kurz vor Schluss noch den nötigen Schub geben. Aber vergeblich: Knapp 55 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger stimmten dagegen, dass sich die Stadt für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele bewerben darf.














