Hamburg scheidet nach dem Bürgerwillen aus dem Rennen um die deutsche Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Spiele aus, noch bevor es richtig angefangen hat. Die Initiatoren einer Bewerbung scheiterten wie 2015 mit ihrem Referendum.Schon vor Ende der Auszählung der Stimmen stand die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest 2036, 2040 und 2044 an Alster und Elbe zu holen. Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt.
Debakel wie 2015Der rot-grüne Senat mit dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an der Spitze erlebte damit ein Debakel wie der Senat vor elf Jahren. Damals hatten die Bürgerinnen und Bürger schon einmal gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Spiele 2024 entschieden. Damals stimmten 51,6 Prozent dagegen, nur 48,4 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung war mit 50,2 Prozent sogar noch höher als diesmal.
Nach dem Votum kann die Stadt nicht mehr in den nationalen Wettstreit mit München, der Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum und Berlin eintreten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welchem Kandidaten er ins internationale Bewerbungsverfahren geht.München und Rhein-Ruhr-Region mit positiven VotenDer DOSB bewertet alle Kandidaten mithilfe einer Matrix, in der auch die Bürgerbefragungen berücksichtigt werden. Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke hatte zuletzt ausdrücklich ein positives Votum in Hamburg erhofft, dieser Wunsch blieb unerfüllt.











