In Hamburg gibt es keine Mehrheit für eine Olympia-Bewerbung. Das beschädigt auch die Berliner Ambitionen auf die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.
K eine Mehrheit für Olympische Spiele an der Alster 2036, 2040 oder 2044, Hamburg ist raus aus dem Bewerbungsrennen. Das Ergebnis fiel mit nur rund 45 Prozent „Ja“ zu 55 Prozent „Nein“ noch deutlicher aus als in einem früheren Anlauf 2015. Damals hatten sich rund 48 Prozent der Befragten für eine Bewerbung ausgesprochen und rund 52 Prozent dagegen. Also ein Konkurrent weniger für Berlin und damit größere Chancen? Im Gegenteil: Die klare Abstimmungsniederlage der Hamburger Olympiawerber schmälert auch Berlins Ambitionen.
Warum? Weil die klare Ablehnung in Hamburg dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) klarer denn je machen dürfte, dass Abstimmungsmehrheiten auch bei intensiver Vorbereitung keine sichere Sache sind. In Berlin droht aber anders als bei der Konkurrenz in München und im Ruhrgebiet noch ein ablehnender Volksentscheid – nach einer möglichen Entscheidung für die Hauptstadt.
Der DOSB will sich nach bisherigem Plan am 26. September bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung festlegen, mit welcher Stadt oder Region er sich beim Internationalen Olympischen Komitee um die Spiele bewirbt. Das ist sechs Tage nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Schon jetzt angelaufen ist aber die Stimmensammlung bei einem Volksbegehren der Bewegung NOlympia, die eine Berliner Bewerbung mit einem ablehnenden Volksentscheid verhindern will.











